"Der Zauberer von Oz"

Hornberger Märchenensemble berührt die Herzen

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 2 Minuten
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18. Juni 2018
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Was erwartet die Reisegefährten um Dorothy (Linda Duffner, kariertes Kleid), die ein Wirbelsturm aus ihrer Heimat fortgetragen hat, in der Smaragdstadt? Kann ihnen der »Zauberer von Oz« bei der Erfüllung ihrer Wünsche helfen? ©Petra Epting

Mit riesigem Applaus und einem großen Dankeschön an Spielleiter Marvin Polomski für seine engagierte Arbeit wurde am Samstag die Premiere des "Zauberers von Oz" in der Hornberger Freilichtbühne gefeiert. Das Premierenpublikum war sich einig, dass dieses Stück sehr zu Herzen geht.

Erwin Leisinger hätte ganz sicher helle Freude an seinen kleinen und großen Nachfolgern gehabt, die jetzt, in der 64. Saison, den Schauplatz bevölkern, der seinen Namen trägt. Denn auf Hornbergs verstorbenen Heimatschriftsteller, dem das legendäre »Hornberger Schießen« und die Erwin-Leisinger-Bühne zu verdanken ist, ging der Vorsitzende des Historischen Vereins Hornberg, Thomas Bossert, in seiner Begrüßung ein. Doch er nannte auch das Premierenpublikum »etwas ganz Besonderes«. »Ihr seid die Mutigsten, die Treusten, die Schlausten«, rief Bossert den Besuchern zu. Denn sie wagten sich am Samstag in den Storenwald ohne zu wissen, was sie erwarten wird. »Es geht um euch. Wir werden das herausholen, was in euch ist«, versprach der Vorsitzende. Und dieses Versprechen hielt und hält die Hornberger Märchentruppe, spielt in der zweiten Saison unter Spielleiter Marvin Polomski erneut mit viel Herzblut und knüpft mit dem diesjährigen Stück mühelos an die bisherigen erfolgreichen Märchenaufführungen an.

Gänsehautszenen

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Gleich zu Beginn eine Gänsehautszene, ehe die Reise Darsteller und Zuschauer in die Welt hinter dem Regenbogen führt. In eine Welt treuer Reisegefährten mit der Hoffnung auf die Erfüllung sehnlichster Wünsche, aber auch mit der Botschaft vereinter Kräfte, die vieles bewirken können. Dorothy und ihr Hund Toto, die Vogelscheuche ohne Verstand (Anke Ketterer), der Blechmann ohne Herz (Fabian Bonath) und der Löwe ohne Mut (Alexander Gotthans) – sie alle berühren mit ihren scheinbaren Schwächen die Herzen und geben am Ende zu verstehen, auf was es wirklich ankommt. 

Singende und tanzende Darsteller begeistern

Immer wieder gibt es Szenenapplaus, Dialoge zum Schmunzeln und Mitfiebern, eindrucksvolle Musik. Die singenden und tanzenden Darsteller lassen die Zuschauer ins Schwärmen kommen. Für Spannung und Dramatik sorgt die Hexe Elphaba, für ein freches Auftreten die Krähen und Flügelaffen, für Heiterkeit die Wächter vor der Smaragdstadt und dann gibt es da noch Glinda und die Mümmler, die für das Gute stehen. 
»Was für ein berührendes Stück, richtig schön«, so der Tenor aus dem Publikum. Marvin Polomski strahlt und wird gefeiert: Die Botschaft ist angekommen.  

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