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Luftaufnahmen mit Drohnen

Hornberger Unternehmer ist deutschlandweit Vorreiter

Christian Hammer ist mit seiner Technik deutschlandweit Vorreiter
02. Januar 2014
&copy Petra Epting

Während Drohnen eher mit Militär und möglichen Postzustellungen in Verbindung gebracht werden, sind solche Flugobjekte längst auf dem Hornberger Fohrenbühl bei Testflügen zu sehen. In friedlicher Absicht natürlich, denn Christian Hammer ist Spezialist für Luftaufnahmen.

Das Geräusch der sich zu drehen beginnenden Rotoren des Oktokopters wird immer lauter und zieht an diesem Samstagvormittag die Aufmerksamkeit der Bauarbeiter im fast fertigen Neubau der Firma Kammerer Gewindetechnik in Niederwasser auf sich. Die aufwendigen Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen, Pilot und Kameramann gehen in Position. Dann hebt die Kameradrohne für einen allerersten Testflug durch die Halle ab. Spätestens jetzt haben sich alle, die sich darin befinden, versammelt und verfolgen das Schauspiel interessiert.

Unterdessen fährt sich Fahrradartist Max Schrom warm. Um ihn wird es in der nächsten Stunde in der als »Location« ungewöhnlichen Firmenhalle gehen. Die Kameradrohne wird ihn bei seinen Darstellungen in Szene setzen – ihn dabei verfolgen, umkreisen und am Ende erstaunliche Aufnahmen liefern. »Von der Qualität her kinotauglich«, ist der Chef des Hornberger Filmteams Christian Hammer darauf ganz besonders stolz.

Vor drei Jahren begann sich der Unternehmer, der eigentlich aus der IT-Branche kommt, intensiv mit der Materie zu beschäftigen. Seine Drohnen sind alle selbst entwickelt, und von Anfang an legte Christian Hammer ein besonderes Augenmerk auf die Stabilisierungstechnik. Mittlerweile gehört er zu den Vorreitern in Deutschland, denn bei seinen schwebenden Aufnahmen verwackelt nichts.

Schon immer ist er von Luftaufnahmen fasziniert und blieben seine stabilen Aufnahmen im Lauf der Zeit auch anderen nicht verborgen. So hat er sich in dieser Sparte zu einem gefragten Fachmann entwickelt, der mittlerweile für Auftraggeber in der ganzen Region unterwegs ist. Der 27-Jährige hat bei einer chinesischen Firma spezielle Motoren entwickeln lassen. Die Stabilisierungstechnik wird im eigenen Haus in Hornberg kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst. »Dadurch können wir mit den großen Firmen in Deutschland mithalten«, bemerkt er.

Das Team zur Bedienung einer Kameradrohne besteht aus einem Piloten und einem Kameramann. Spezialisiert hat sich Christian Hammer auf bewegliche Objekte oder Aufnahmen in schwierigem Terrain wie felsigem Gelände. Denn die sogenannte Verfolgung stellt besondere Anforderungen. Große Flexibilität Mit Max Schrom arbeitet er derzeit auf verschiedenen Schlössern und Burgen an einem Imagevideo. Weil das Wetter am geplanten Drehtag in Hornberg aber schlecht war, wurde in die Firmenhalle ausgewichen.

Die Idee spukte Christian Hammer schon länger im Kopf herum, und er ist am Ende sehr zufrieden. Denn auch in der noch unfertigen Halle, in der eine Tür scheinbar ins Nichts führt, gelingen außergewöhnliche Aufnahmen. »So etwas ist nur mit einer Drohne zu machen«, erläutert Max Schrom, der vom Ergebnis selbst ganz beeindruckt ist. Denn durch die Flexibilität und den ganz verschiedenen Perspektiven wird gleichzeitig eine enorme Spannung erzeugt.

Mit einer erlaubten Flughöhe von bis zu 300 Metern ist praktisch jede denkbare Perspektive möglich. Spaß macht es aber nicht nur, das Filmteam bei Drehs zu beobachten, sondern auch das Anschauen der spektakulären Videos. So zeigt Christian Hammer Aufnahmen vom Hornberger Schlossberg, den man von diesen Perspektiven aus so ganz bestimmt noch nie gesehen hat.

Autor:
Petra Epting

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