Sandra Boser besucht Oberwolfach

Hürden für kleine landwirtschaftliche Betriebe sind zu groß

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27. Oktober 2018

Sandra Boser (Dritte von rechts) hörte sich das Anliegen der Familie Reitsamer (rechts) an. Auch die Räte Martin Rebbe (von links), Holger Mai und Regina Sum waren bei der Besichtigung des Schremppenhofs dabei. ©Anna Teresa Agüera

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser hat am Donnerstag Oberwolfach besucht und sich den Schremppenhof auf dem Schwarzebruch angeschaut. Familie Reitsamer hat sie dort empfangen und über die Problem berichtet, mit denen sie mit ihrem Hof im Vollerwerb zu kämpfen haben. 

Seit 2015 lebt und arbeitet die Familie Reitsamer auf dem Schremppenhof im Schwarzenbruch in Oberwolfach. Als einer der Wenigen in der Gemeinde betreiben Bernhard und Heidi Reitsamer ihren Hof im Vollerwerb. »Wir haben uns das einfacher vorgestellt«, betonte Bernhard Reitsamer und spricht über Hürden, über die sich die Familie bereits gekämpft hat und weiter kämpft. Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser hörte sich die Sorgen und Wünsche der Familie an. 

Gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Bauernfeind und den drei Gemeinderäten Martin Rebbe, Holger Mai und Regina Sum (alle FWG) besuchte sie am Donnerstag das Anwesen der Familie. »Landwirtschaft ist schon lange ein schwieriges Thema«, betonte sie, da es auch auf europäischer Ebene angepackt werde. Die Tendenz von Förderungen und Richtlinien gehe hin zu größeren Betrieben. »Für uns in Baden-Württemberg ist das ein riesiges Problem. Welche Bundesländer haben sonst noch so kleine landwirtschaftliche Strukturen?«, fragte sie. 

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Lange Wartezeiten auf Genehmigungen

Bauernfeind betonte, dass es viele Bereiche gebe, die seien einfach überreguliert und schwer für kleine Betriebe wie dem Schremppenhof zu leisten. Ideen auf jeden Fall für ihren Hof, das hat die Familie zuhauf, nur lange Wartezeiten, bürokratische Hürden und Vorschriften würden ausbremsen, so Bernhard Reitsamer. »Solche Auflagen sind finanziell nicht mehr zu stemmen.« Als Beispiel nannte er Stallungen für seine Tiere. Allein sieben Monate müsse man auf Genehmigungen warten, das sei einfach zu lang. Und allein die Vorschriften . . . Die Familie wolle hier etwas auf die Beine stellen, so Bauernfeind. »Solche Leute muss man unterstützen«, gab der Bürgermeister der Landtagsabgeordneten mit auf den Weg. 

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