Gutach

Im Gutacher Metzger Lädele gibt's Sekt

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13. November 2019

Christine Moser eröffnete 2009 als jüngste Unternehmerin Gutachs das Metzger Lädele und feiert in diesem Jahr den zehnten Jahrestag ihres Geschäfts. ©Martina Baumgartner

Mit einem Gutach-Sekt stießen Christine Moser und ihre Kunden sowie Bürgermeister Siegfried Eckert auf zehn Jahre Metzger Lädele an. Die Gutacherin wurde aus der Not heraus zur selbstständigen Geschäftsfrau.

„Es kommt mir gar nicht so lange vor“, sagt Christine Moser, Inhaberin des Gutacher Metzger Lädeles, das in diesem Jahr zehn Jahre alt wird. Moser war 20 Jahre alt, als sie am 5. November 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, als damals jüngste Unternehmerin in Gutach. 

Eigentlich war dieser Schritt aus der Not heraus geboren: Weil ihr damaliger Arbeitgeber in Gutach den Lebensmittelladen Edeka schloss, drohte den Mitarbeitern und der jungen Einzelhandelskauffrau die Arbeitslosigkeit.

Zunächst kein Gedanke an Selbstständigkeit

Aus Gutach und von der Familie weg, wollte sie eigentlich nicht. „Ich bin sehr bodenständig und heimatverbunden“, sagt sie im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt. „Das Metzgergeschäft stand zu dem Zeitpunkt ein knappes Jahr lang leer. Doch ich dachte gar nicht daran, das ich so was machen könnte. Die Idee kam nicht von mir“, erinnert sich die junge Frau heute.  

Doch dann ging Existenzgründung fix

Doch dann sei es plötzlich fix gegangen. Moser machte einen Existenzgründerkurs und aus der ehemaligen Gutacher Metzgerei ein reines Verkaufsgeschäft.

Mit ins Boot holte sich die junge Unternehmerin den Kirnbacher Metzger Jürgen Riester, der regelmäßig seine Filiale in Hornberg beliefert und deshalb mit seinen Waren direkt am Gutacher Metzger Lädele vorbeikommt.

So profitiert Moser von einer bestehenden Infrastruktur, die täglich frische und regionale Produkte ermöglicht.

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Lädele braucht Stamm- und Laufkundschaft

Die Lage des Geschäfts an der B 33 ist ebenfalls ganz wichtig: mitten im Ort und direkt an der Durchfahrtsstraße. Stammkundschaft und Laufkundschaft kann sie damit gleichermaßen bedienen. 

Während der vergangenen zehn Jahre hätte sie gemeinsam mit Riester und den Kolleginnen das Angebot immer besser den Bedürfnissen ihrer Kunden angepasst. Im Sommer dürfen der Schwarzwälder Schinken und die gerauchten Würste für die Touristen nicht ausgehen. In fast jeder Gutacher Metzger-Lädele-Tüte würden, neben anderen Produkten, meistens Fleischwurst und Wienerle stecken, verrät Moser.

2014 wurde das Wohn- und Geschäftsgebäude saniert. Moser ließ eine neue Kühltheke einbauen. Und wer eine Postkarte benötigt, der kann sie bei ihr ebenfalls bekommen. 

Gutacherin hält die Stellung

Der Gutacherin ist sehr wohl bewusst, dass viele Einzelhändler besonders in ländlichen Regionen großen Discountern weichen müssen. Doch sie hält die Stellung. Mit einigen anderen Geschäften in Gutach garantiert sie noch die  Nahversorgung dort. Warum es bei ihr läuft? „Das hat sich alles so ergeben. Die gute Mischung macht’s offenbar“, sagt Moser zuversichtlich. Die vergangenen erfolgreichen zehn Jahre geben ihr recht.

Im Lauf der Jahre mehr Familien registriert 

Und noch etwas hat sie in dieser Zeit beobachtet: „Während sich viele beklagen, dass die Kundschaft auf dem Land immer älter und weniger wird, ist das in Gutach offenbar anders. Wir haben immer mehr Familien und das stelle ich auch vor der Ladentheke fest“, sagt sie. Ob sie mit dem Metzger Lädele in Gutach noch mal zehn Jahre schafft? „Dann bin ich doch erst 40. Ich hoffe doch sehr, das es noch länger so weitergeht“, sagt die junge Geschäftsfrau.

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