Haslach christliche Gemeinden tagen gemeinsam

Impuls für den Dialog vor Ort

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
21. Juli 2018

Gemeinsames Gespräch (von links): Traute Walker und der evangelische Stadtpfarrer Christian Meyer, Angelika Spitzmüller und Eckhard Schmieder von der Seelsorgeeinheit. ©Reinhold Heppner

Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Haslach und der evangelische Kirchengemeinderat trafen sich am Donnerstag zu einer gemeinsamen Sitzung im Gemeindehaus St. Sebastian. Zentrales Thema war die Zusammenarbeit beider christlicher Kirchen vor Ort.

Nur in einer Frage war man sich zu Beginn der Sitzung uneins: Wann war die letzte gemeinsame Sitzung dieser Art? Nach unterschiedlichen Erinnerungen einigte man sich schließlich auf »mindestens vor zehn Jahren«. Damit sich ein so langer Zeitraum nicht mehr wiederhole, legte man den Termin für die nächste gemeinsame Sitzung auf Juli kommenden Jahres fest. Als Hauptthema möchte man dann über Gemeinsamkeiten für die Zukunft diskutieren und wählt dazu als Motto »Mut machende Aufbrüche«. 
Das Treffen startete mit einem Frage- und Antwortspiel in Arbeitsgruppen zu Lebens- und Glaubensfragen. Angelika Spitzmüller stellte danach Strukturen und Zuständigkeiten in der Seelsorgeeinheit vor, erläuterte Arbeit der Gemeindeteams und Aufgaben des Stiftungsrats. Gleiches tat Pfarrer Christian Meyer für die evangelische Kirchengemeinde. Ältestenkreis, Gemeindeversammlung und Pfarramt sind hier das Gerüst der Gemeinderabeit vor Ort.
Auch über Statistiken der beiden Kirchen wurde diskutiert. Bei der Pfarrei St. Arbogast lag der durchschnittliche Kirchenbesuch im vergangenen Jahr bei 10,8 Prozent aller Mitglieder, gegenüber 7,7 Prozent im Dekanat. Die Zahl der Katholiken ging von 11 702 im Jahr 2012 zurück auf 11 259 im Jahre 2017. Pfarrer Helmut Steidel beobachtet, dass insbesondere im letzten halben Jahr diese Zahl nochmals sinke. 
In der evangelischen Kirche stellt Pfarrer Christian Meyer eine Taufmüdigkeit fest. Ebenso gebe es den Trend, dass evangelische Männer mit hohem Einkommen in Haslach aus der Kirche austreten. Die Gemeinde hat augenblicklich 1985 Gläubige, 2017 waren es noch 2046. 
 

- Anzeige -

Stärkere Vernetzung

Die Seelsorgeeinheit plant am 17. November eine ganztägige »Zukunftswerkstatt«. Die evangelische Kirchengemeinde hat Ähnliches vor zwei Jahren durchgeführt. Für die Vertreter der Seelsorgeeinheit war es deshalb wichtig zu hören, welche Erfahrungen damals gemacht wurden und welche Konsequenzen daraus folgten. Pfarrer Christian Meyer sieht eine stärkere Vernetzung in der Gesellschaft als ein zentrales Ergebnis. Weiter konnten mehrere ehrenamtliche Helfer gewonnen werden. 
Auch Anregungen zum Kindergottesdienst, zu interreligiöse Treffen und Erweiterung des Angebots für Familien sind zwischenzeitlich verwirklicht. Wichtig sei aber, dass bei einer Zukunftswerkstatt breitgefächert Teilnehmer aus allen Schichten der Bevölkerung zu Wort kommen, rät Meyer.
Tenor war zudem, die Ökumene vor Ort und den Dialog zu pflegen, auch wenn in der Amtskirche hier keinerlei Bewegung zu entdecken sei.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

Spektakuläre Aktion
vor 1 Stunde
Maßarbeit war am Dienstag oberstes Gebot beim Zusammenbau des neuen »Bollenbacher Stegs« über die Kinzig, der in rund vier Wochen den Stadtteil Bollenbach mit Steinach verbinden soll.
»Bewegung rund um Welschensteinach«
vor 2 Stunden
Bei Traumwetter starteten am Sonntagnachmittag mehr als 80 Teilnehmer bei »Bewegung rund um Welschensteinach«. Der Erlös der Aktion ging an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg. 
Hausach
vor 3 Stunden
Das ganze Jahr hat die Stadtkapelle schon ihren 200. Geburtstag gefeiert. Höhepunkt sollte das dreitägige Fest am vergangenen Wochenende werden – und die Verantwortlichen sind dankbar: Das hat genau so hingehauen.
Aus dem Ortschaftsrat Lehengericht
vor 4 Stunden
Die Lehengerichter Ortschaftsräte sind sich einig: Die Verwaltungs-Abteilungen im Lehengerichter Rathaus sollen weiterhin dort unterbracht bleiben. Für den geplanten Umbau des Schiltacher Rathauses bevorzugen sie eine »kleine Lösung«. 
Hausach
vor 7 Stunden
Der Gemeinderat vergab am Montag einstimmig die Aufträge für die Rohbauarbeiten und für die Elektroarbeiten für die Erweiterung der Graf-Heinrich-Schule.  
Katholische Landvolkbewegung KLB und »Chretiens dans le monde rural« feiern im Haslacher Bürgerhaus
vor 10 Stunden
40 Jahre arbeiteten Katholische Landvolkbewegung (KLB) und sein elsässischer Partner »Chretiens dans le Monde Rural« (CMR) erfolgreich im Interesse der Landwirtschaft zusammen. Der Begegnungstag am Sonntag in Haslach war der letzte. Die Zusammenarbeit wird nun anders organisiert werden.
Gutach
vor 10 Stunden
Anfang 2016 wurde das historische Drama »Schneeblind« im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof gedreht. Jetzt kommt der fertige Kinofilm zurück und wird am Mittwoch, 31. Oktober, im Empfangsgebäude des Museums gezeigt.
Hornberg
vor 13 Stunden
Philipp Ketterer, Geschäfsführer der Familienbrauerei Ketterer in Hornberg und seit 2016 Biersommelier, hat sich für die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers in Nürnberg und für die WM 2019 in Rimini qualifiziert.  
Luitgardfest in Wittichen
vor 15 Stunden
Zur besonderen Andacht zum Luitgardfest in Wittichen kam der emeritierte Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch als Prediger zu Besuch. Die Pilger besetzten die Kirchenbänke in der Klosterkirche bis auf den letzten Platz. 
Aus dem Gemeinderat Schiltach
vor 15 Stunden
Gerne nickten die Schiltacher Gemeinderäte die Jahresschlussrechnung 2017 der Stadt ab, war sie doch unterm Strich viel besser ausgefallen als geplant. Der Kämmerer betont jedoch, dass die jährliche anfallenden Kosten der Stadt hoch seien.
Oktoberfest ist ein Erfolg
vor 15 Stunden
Einer der Höhepunkte des Mühlenbacher Dorflebens fand am Samstag statt: Das Oktoberfest 2018 des SV Mühlenbach zog erneut die Massen an. Die »Almrocker« brachten dabei die Gemeindehalle zum Beben.
Wolfach
vor 15 Stunden
Schweres Gerät kommt an Wolfachs Baustelle mit der besten Aussicht zum Einsatz: Am Vorstadtberg werden zwei Bauplätze erschlossen und ein großer Wendehammer gebaut. Der bei den Anwohnern umstrittene Endausbau der Straße liegt damit vorerst wieder auf Eis.