Kinzigtal

In der Welt der Wissenschaft

Autor: 
Andreas Buchta
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25. August 2012
Andreas Buchta - Ralf Bernd Herden ist seinem Wohnort Bad Rippoldsau-Schapbach treu geblieben, wo er 1991 Bürgermeister wurde.

Andreas Buchta - Ralf Bernd Herden ist seinem Wohnort Bad Rippoldsau-Schapbach treu geblieben, wo er 1991 Bürgermeister wurde.

Einst standen sie im Rampenlicht, dann verschwanden sie aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. In der Reihe »Was macht eigentlich ...?« spürt das Offenburger Tageblatt ab heute in loser Reihenfolge wieder einst prominenten Köpfen nach. Heute: Ralf Bernd Herden.

Bad Rippoldsau-Schapbach. Bad Rippoldsau-Schapbachs Alt-Bürgermeister Ralf Bernd Herden arbeitet heute als Lehrbeauftragter an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Dort befasst sich der in Freiburg ausgebildete Jurist in Proseminaren vor allem mit der Gefahrenabwehr durch Hilfs- und Rettungsdienste, mit Landschaftsgeschichte und -ökologie sowie mit der Entwicklung der Grundrechte. Herden hält Vorträge zu historischen Themen und ist Autor zahlreicher Bücher wie »Katastrophenpotenziale«, »Roter Hahn und Rotes Kreuz« oder »Die Belagerung Straßburgs 1870«. Gern gibt er

im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof fremdsprachliche heimatgeschichtliche Führungen.

Aktuell leitet der 52-Jährige an der Kehler Hochschule Fachprojekte zu den Themen »Nationalpark« und »Gewinnung neuer Besucherpotenziale im Vogtsbauernhof«. 2011 war »Interreligiosität – Gesellschaft, Staat und Religion in Gegenwart und Zukunft« eins der Projektthemen.

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Herden war gern Bürgermeister – 1991 erstmals gewählt, 1999 mit einem überzeugenden Ergebnis im Amt bestätigt worden. »Es war eine gestaltende und auch für mich positiv prägende Zeit.« Nach der gescheiterten Wiederwahl 2007 war Herden vier Jahre Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Freudenstadt. »Auch das war eine schöne Zeit«, blickt der heute 52-Jährige auf diese Schaffens-periode zurück, in der er sich weiter direkt für seine Mitmenschen einsetzte. Er arbeitete mit dem Technischen Hilfswerk zusammen, entwickelte als Fachberater ein Lehrprogramm für Verwaltungshochschulen. Bis 2009 saß Herden im Freudenstädter Kreistag.

»Das erfüllt mich«

Nach dieser Zeit schlug der einstige Schultes, der schon früher etliche geschichtliche Werke veröffentlicht hatte, die publizistisch-wissenschaftliche Laufbahn ein. »Ich tauchte in die wissenschaftliche Welt ein. Das erfüllt mich, und damit bin ich mehr als zufrieden.« Für seine Aktivitäten wurde Ralf Bernd Herden vielfach ausgezeichnet. Für seine Bemühungen um die deutsch-französische Freundschaft erhielt er 1994 die Ehrenmedaille von Bad Rippoldsau-Schapbachs Partnerstadt La-Tranche-sur-Mer und 1999 die Ehrenmedaille des Generalrats des Departements Vendée.

»Ich habe jetzt endlich Zeit, mich auch meiner Familie und meinen persönlichen Interessen zu widmen«, erklärt der bekennende Freimaurer (seit 1989), Mitglied der deutschen freimaurerischen Forschungsloge. Herden ist auch Ritter des »Ordens vom Heiligen Geist am Blauen Band«. Den Ritterschlag erhielt er 2000 im ägyptischen Sharm el Sheikh, nachts – mitten in der Wüste. Danach war er mehrere Jahre Komtur des Ordens für Baden-Württemberg. Heute leitet er als Kapitelrat im Auftrag des Großmeisters die historische Kommission des Ordens.

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