Storchentag

In Haslach regnet es Gaben auf die Kinder

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21. Februar 2020
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(Bild 1/2) Am Storchentag scheinte die Sonne, aber es regnete Gaben auf die Kinder. ©Lars Reutter

„Heraus, heraus“ tönte es am Freitag beim traditionellen Storchentag durch die Gassen der Haslacher Altstadt. Und die Hausbewohner ließen sich  nicht lumpen und beantworteten die Rufe mit dem Werfen von Orangen, Brezeln oder auch Schokoriegeln.

Brauchtum wird in Haslach groß geschrieben. Das zeigte sich am Freitagmittag beim Storchentag, der dieses Jahr wegen der Fasent ausnahmsweise schon am 21. Februar begangen wurde und damit einen Tag vor St. Peters Fest, wo er sonst traditionsgemäß seit rund 380 Jahren gefeiert wird.

Hintergrund ist ein Gelübde, das die Haslacher einst gegeben hatten.  Der Überlieferung zufolge waren Störche in das Tal gekommen und über Ungeziefer hergefallen. Somit war die Ernte gerettet und eine Hungersnot abgewandt. 

Start an der Mühlenkapelle

Los ging es am Freitag wie immer um 12 Uhr an der Mühlenkapelle. Von dort aus ging es in Richtung Altstadt und dann weiter ins Vorstädtle und Eichenbach.

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Überall warteten schon die Hausbewohner auf die von Strochenvater Alois Krafczyk angeführte Kinderschar und hatten eine Freude daran, die „Heraus, Heraus“-Rufe der Jungen und Mädchen mit  aus dem Fenster geworfenen Orangen, Brezeln oder auch Schokoriegeln zu belohnen. Auch Geschäftsleute und die Stadtverwaltung machten  da gerne mit.

Storchenexperten vor Ort

Zuvor hatten sich bereits um 11 Uhr auf Einladung der Haslacher Storchenfreunde im Gasthof „Ochsen“ namhafte Storchenexperten und Hansjakobfreunde zu einem Umtrunk getroffen, um anschließend dem Storchentag beizuwohnen. Unter den Gästen waren unter anderem der Leiter des Max-Planck- Institutes für Ornithologie Radolfzell, Wolfgang Fiedler, die Storchenexperten Gottfried Nauwerck, Wolfgang Schäfle und Hagen Späth.

Dort hatte Alois Krafczyk betont, wie glücklich er ist, dass in der Stadt des Storchentags es seit einigen Jahren auch wieder Störche gibt – und das auf dem höchsten Nest Deutschland  oben auf dem Kirchturm von St. Arbogast.

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21.02.2020
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