»Eine schöne Abwechslung«

In Haslachs Schulmensa helfen Menschen mit Behinderung

Autor: 
Manfred Pagel
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2018

Premiere: Lebenshilfe-Begleiterin Bianka Bühler (rechts), die inklusiven Mitarbeiterinnen Marianne, Samantha und Ramona, dazu Brigitte Armbruster und Sabine Baetke vom Mensa-Betreiber Stöckel. ©Manfred Pagel

Gestern war der erste komplette Öffnungstag in der Mensa des Hansjakob-Bildungszentrums unter neuem Betreiber, der Kehler Firma Stöckel, nachdem am ersten Tag nach den Ferien der Unterricht um 12 Uhr endete. Mit dabei waren auch drei Menschen mit Behinderung der  Lebenshilfe, die hier tageweise mitarbeiten.

Vollkornspaghetti mit Tomatensauce, Reibekäse, dazu Salat« stand gestern bei der Premiere mit neuem Betreiber auf dem Speiseplan bei der Premiere des neuen Mensa-Betreibers, der Firma Stöckel aus Kehl, alternativ dazu als fleischlose Mahlzeit »Gemüsefrikadelle  an Sahnesauce und Kartoffelschnitz, dazu Salat«. Natürlich waren Küchenleiterin Sabine Baetke und ihr Team gespannt, wie gut ihr Menü ankommt, das zentral für haslach und diverse andere Schulen frisch zubereitet und angeliefert wird. 
Mit im neuen Mensateam sind künftig auch jeweils drei Menschen mit Behinderung, die normalerweise in der Werkstatt arbeiten. Zwei tage pro Woche stehen sie helfend zur Seite, belegen Brötchen, richten die Auslage , helfen bei der Essensausgabe und hinterher beim Räumen der Mensa. Die sechs Lebenshilfe-Mitarbeiter, die sich diese Aufgabe teilen, wussten vorab, was sie erwartet. Vor den Sommerferien hatten sie den Mensa-Alltag in Ettenheim kennengelernt, wo die Firma Stöckel ebenfalls Betreiber ist. Und da das Unternehmen auch mit der Lebenshilfe in Bühl kooperiert, lag es auf der Tag, auch in Haslach diesen inklusiven Weg zu wählen.
Den drei Damen der Lebenshilfe jedenfalls machte ihr Ausflug in die andere Arbeitswelt Spaß. »Das ist eine schöne Abwechslung, da kommt man ein wenig raus aus dem Alltag«, versichert Samantha, die auch schon Erfahrungen mit anderen inklusiven Arbeitsplätzen gesammelt hat.
Bianka Bühler, die aktuell ihr Anerkennungspraktikum bei der Lebenshilfe absolviert, betreut das Trio und steht hilfreich zur Seite, sollte etwas nicht so klappen wie gewünscht. Sie war auch schon beim Schnupperpraktikum in Ettenheim dabei, sie ihre Schützlinge bestens vorbereitet für ihren Alltag in der Mensa. Und auch die anderen Mitarbeiterinnen hinterm Tresen und in der Küche sehen keine Probleme darin. Im Gegenteil: Sie freuen sich, dass sie so tatkräftige Helferinnen haben.
Neues Bestellsystem
Für die »Kunden« der Mensa ändert sich einiges mit dem neuen Betreiber. Künftig werden die Essens-Pläne auf der entsprechenden Internetseite veröffentlicht und das Mittagessen online vorbestellt. Eigens dafür angeschafft wurde hierfür ein neues Bestellsystem von der Stadt. »Mampf« heißt das System, in dem nun bequem vom Laptop oder Tablet aus das Essen ausgewählt werden kann. Bis das neue Bestellsystem reibungslos läuft, wird es noch dauern, da bislang noch nicht alle Eltern davon Gebrauch machen. Preislich liegt ein komplettes Menü bei 4,50 Euro für Schüler der Sekundarstufe und bei 3,50 Euro für Grundschüler.

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