Mühlenbach

Infos in Mühlenbach über aktuelle Lage auf dem Holzmarkt

Werner Bauer
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21. September 2022
Forstamtsleiter Mario Herz informierte in Mühlenbach über mögliche Förderungen, links Bürgermeisterin Helga Wössner, rechts Revierleiter Nicolai Doll und FBG-Vorsitzender Thomas Becherer.

Forstamtsleiter Mario Herz informierte in Mühlenbach über mögliche Förderungen, links Bürgermeisterin Helga Wössner, rechts Revierleiter Nicolai Doll und FBG-Vorsitzender Thomas Becherer. ©Werner Bauer

In der Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Mühlenbach erhielten die Mitglieder unter anderem Informationen über die aktuelle Lage auf dem Holzmarkt.

Zahlreiche Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Mühlenbach hatten sich am Montag im Gasthaus „Ochsen“ eingefunden, um über die aktuelle Entwicklung auf dem Holzmarkt informiert zu werden. War das Stimmungsbarometer in der vorigen Hauptversammlung aufgrund der geringen Erlöse noch auf einem absoluten Tief (im Schnitt über alle Segmente wurden rund 58 Euro pro Festmeter erzielt), so freuten sich die Waldbesitzer bis zum Juni dieses Jahres über Höchstpreise – im Schnitt gab es über alle Segmente rund 71 Euro pro Festmeter und für das Stammholz Fichte Leitsortiment B sogar 125 Euro. Joachim Prinzbach war in doppelter Funktion in der Hauptversammlung. Er trug als Geschäftsführer den Geschäfts- und Kassenbericht der FBG vor und stand als Vorstand der Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald (FVS) zur Marktentwicklung Rede und Antwort.

Fürsprecherin der Landwirtschaft

Im Kassen- und Geschäftsbericht zeigte Prinzbach die vermarkteten Mengen der FBG auf. Stammholz wurden 12.064 Festmeter (fm) abgefahren (Vorjahr 10.674), Industrieholz 2880 Festmeter (Vorjahr 3240). Hauptabnehmer waren die Firma Streit für das Stammholz (6020 fm) und Pfeifle (390 fm) sowie Echtle (320 fm) für den Bereich Starkholz und Abschnitte. Weil das Maschinenring-Konto in das FBG-Konto überführt wurde und jetzt alles über das Girokonto abgerechnet wird, seien Kontogebühren eingespart worden. Auch die Abrechnung der Waldbesitzer sei dadurch vereinfacht worden. Fördergelder in Höhe von mehr als 20.000 Euro konnten für die Holzlieferanten gebucht werden, weshalb Prinzbach auch dem Forstamt dankte.

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Bürgermeisterin Helga Wössner machte deutlich, dass sie sich als Fürsprecher der Landwirtschaft sieht und die Menschen – nicht nur im Außenbereich – unterstützt. So habe sie sich für Breitband, Löschwasser und Bauen im Außenbereich eingesetzt. „Für mich ist das sehr wichtig, und wir müssen aktiv dranbleiben, dass Bauen im Außenbereich einfacher wird. Die Landwirtschaftsbehörde alleine kann auch nicht alles regeln“, sagte die Rathauschefin.

„Lieber eine Reihe dazu“

Zur aktuellen Waldschutz-Situation mahnte Förster Nicolai Doll, bei der Aufarbeitung von Käferholz auch an einen Sanierungshieb zu denken. „Lieber noch eine Reihe dazu- nehmen, um sicher zu gehen, dass im nächsten Jahr nicht das Spiel von neuem losgeht.“ Beim Einschlag von starken Buchen rät Doll, sich die Hilfe von Unternehmern zu sichern. „Wenn von oben Kronen abbrechen, nützt auch kein Helm mehr etwas“, wies der Revierleiter auf die Gefahren speziell bei der Buche hin.

Wolfachs neuer Forstamtsleiter Mario Herz sprach über mögliche Förderungen. So sollen für das Borkenkäfer-Monitoring nur noch 40-jährige Bestände (früher 20-jährige Bestände) gefördert werden, allerdings nur, wenn der Bestand mindestens 20 Prozent Fichte oder 20 Prozent Tanne aufzeigt. Auch das Klima angepasste Waldmanagement werde 2023 in die Förderung aufgenommen, wie und genau was das beinhaltet, stehe noch nicht abschließend fest. Herz will mit den Mitgliedern zusammenarbeiten und es werden Infoabende, auch zum Thema Bewirtschaftungsperspektiven, organisiert.

Info

Aktuelle Entwicklung des Holzmarkts

Joachim Prinzbach ging auf die Entwicklung des Holzmarkts ein. Die rückläufige Konjunktur wirke sich zunehmend auch auf die Bau- und Holzwirtschaft aus. „Aber immerhin befinden wir uns noch auf einem hohen Niveau“, machte er deutlich. Die Rückläufe bei den Sägern begründete er mit fehlenden Aufträgen.
Den planmäßigen Frischholzeinschlag im Sortiment Fichte/Tanne (Starkholz) empfiehlt er bis auf weiteres zu verschieben, um das Kalamitätsholz aufzuarbeiten. Sehr gute Möglichkeiten gebe es momentan in den Laubstammholz- sowie in den Nadel-/Laub-Industrieholz- und Brennholzsortimenten.
Nicolai Doll beleuchtete anschließend das Laubholz, wo er gute Chancen sieht. Lag der Mischpreis vorher bei 65 Euro, so kletterte dieser jetzt auf 85 Euro, was einen Anstieg von 30 Prozent bedeutet. Der Förster animierte auch dazu, jetzt mit der Esche zu beginnen und Ahorn noch vor Weihnachten bereitzustellen. „Beim Brennholz Buche bitte auch an die Fuhrmänner denken und längengerecht sortieren“, riet Doll.

Info

Wald-Seminar

Förster Nicolai Doll informierte darüber, dass für den 5. November ein Wald-Seminar zum Thema: „Waldbau im Klimawandel“ geplant ist. Doll wünscht sich hier viele Interessenten. Ein Motorsägekurs wird am Wochenende vom 27. bis 29. Oktober angeboten.

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