Fast 30 Jahre Lehrerin

Irmgard Sum-Marquardt in Mühlenbach verabschiedet

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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23. Juli 2018

Einen emotionalen Abschied bereitete am Freitagmorgen das Lehrerkollegium um Rektor Stefan Benz (rechts) der Heinrich-König Schule Mühlenbach ihrer »Irmi« (Irmgrad) Sum-Marquardt (daneben). Sie war knapp 30 Jahre an der Schule tätig. ©Lars Reutter

Einen sehr emotionalen Abschied bereiteten am Freitag die Schüler und das Lehrerkollegium der Heinrich-König Schule Mühlenbach ihrer »Irmi« Sum-Marquardt. Sie sagte, dass ihr die Schule in den knapp 30 Jahre ihrer Tätigkeit sehr ans Herz gewachsen sei.

Sie wird fehlen und ihr wird die Schule fehlen – dies wurde am Freitagmorgen bei der Verabschiedung von Irmgard Sum-Marquardt in den Ruhestand deutlich. In ihren 28 Jahren als Lehrerin an der Heinrich-König-Schule hat sie diese mitgeprägt. 

In ihren Abschiedsworten freute sich »Irmi« – wie sie von ihren Kollegen genannt wurde – über de »tolle Abschiedsfeier« und bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass sie in all den Jahren jeden Tag gerne  zur Arbeit in diese »tolle Schule« gekommen sei. Auf ihrer Schüler sei sie stets »mächtig stolz« gewesen und mit Rektor Stefan  Benz und im Kollegium habe man gemeinsam viel erreicht. 

»Ich glaube daran, dass alles gut wird«, freute Sum-Marquardt sich aber auch auf den neuen Lebensabschnitt und blickte dabei zu ihrem Mann. 

»Egal was kommt, es wird gut, sowieso«

Damit nahm sie Bezug auf das Eingangslied, in dem die Schülerinnen Lonie, Jana und Ayline »Egal was kommt, es wird gut, sowieso« angestimmt hatten, wobei den Refrain alle Schüler mitsangen. Zudem trug  die Schulband »An Tagen wie diesen« vor und der Grundscholchor stimmten unter der Leitung von Damaris Wilhelm »Einmal um die Welt« an.

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Eine der schönsten Überraschungen an diesem Tag war für die Neu-Ruheständlerin aber wohl das Lied »Ein kleiner grüner Kaktus«, welches die Lehrer in einer umgetexteten Version sangen. »Unsere liebe Irmi geht heute in Pension«, hieß es darin und weiter: »Und riecht’s nicht mehr nach Speck, in jedem kleinsten Eck, dann wissen wir, die Irmi ist weg, weg, weg!«.  

Dass Sum-Marquardt vor Jahren den Gemeinderat auch mit ihren Kochkünsten von der Notwendigkeit einer Schulküche überzeugt hatte, wusste Evmarie Buick zu berichten. Die stellvertretende Bürgermeisterin hatte der »mit viel Herzblut« tätigen Lehrerin in Namen der Gemeinde gedankt und ihr ein Bild überreicht.  

Wahre Lobeshymnen von Rektor Benz

Wahre Lobeshymnen hatte auch Rektor Benz auf die sehr engagierte, tolle und besondere Lehrerin« von der er sehr profitiert habe angestimmt. Maßgeblich sei sie an der Schaffung des Berufsorientierungsangebot beteiligt gewesen. Sie habe sogar selbst einmal in einem Praktikum bei Hansgrohe die heutige Berufswelt erkundet. 

Als er als junger Lehrer an die Schule kam, habe sie ihn vor 17 Jahren erstmals bei einer Klassenfahrt nach München begleitet. Letztmals waren sie dann 2016 mit einer Klasse als inzwischen »eingespieltes Team« in Berlin. 

Außerdem habe Sum-Marquardts Sohn Christoph den Lehrern vor drei Jahren den Weg in die neue Medienlandschaft gezeigt (die Schule nutzt unter anderem Tablets und hat W-Lan) – auch diesen Weg sei die »moderne Lehrerin« gerne mitgegangen  

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