Schiltach

Jahresbericht: Jugendarbeit befindet sich im Wandel

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20. September 2019

Mit »Pizza und Politik« knüpften die Gemeinderäte in diesem Jahr Verbindungen zu den Jugendlichen. ©Archivfoto/Martina Baumgartner

Ulrike Stein und Gabi Herrmann-Biegert sowie Mathias John begleiten Jugendliche der Stadt im Jugendtreff. In jungen Jahren Beziehungen aufbauen, erleichtert den späteren Jugendlichen Hilfe bei Problemen von bereits bekannten Vertrauenspersonen anzunehmen. 

Nach dem ausführlichen Jahresbericht der Jugendbüromitarbeiterinnen Gabi Herrmann-Biegert und Ulrike Stein – Kollege Mathias John konnte wegen Krankheit nicht teilhaben – am Mittwochabend im Rathaus, waren sich die Gemeinderäte einig: »Sehr gute Arbeit und wir müssen am Ball bleiben«, so Micheal Buzzi (BuW).

Doch auch er sowie die Ratskollegen Axel Rombach (FWV) und Hans-Jörg Heinrich (CDU) stellten fest, dass die vom Rat offenbar gerne unterstützte und als notwendig erachtete Jugendarbeit, lediglich junge Menschen bis zu einem Alter von rund 14 Jahren »im Blickfeld« der Schiltacher Jugendarbeit sei, stellte Rombach fest und fragte nach. Stein erklärte, dass sich die Altersstruktur in der Jugendarbeit gewandelt hätte: »Ältere zu erreichen, wird zunehmend schwieriger«, informierte sie und konnte von ähnlichen Beobachtungen der Kollegen im Kreis, mit dem die Schiltacher im Austausch stehen, berichten.

Früher hätten sich die Jugendlichen im Schiltacher Jugendtreff getroffen um »danach weiterzuziehen«. Heute brauche man dafür den Jugendtreff nicht mehr, denn die Jugendlichen träfen sich zuvor »virtuell«, informierte sie. Zudem würde sich die Jugendarbeit immer mehr in Richtung eines jüngeren Alters der Zielgruppe bewegen. Ein Trend , der ebenfalls im ganzen Kreis zu beobachten sei, so Stein.  im Nachgang der

»Null-Reaktion« im Nachgang der Veranstaltung

»Ernüchternd« sei die »Null-Reaktion« im Nachgang der Veranstaltung »Politik und Pizza« gewesen, die sich zu von den Jugendlichen selbst aufgebrachten Themen, wie einen eigenen Raum mit Alkoholausschank und geringer pädagogischer Betreuung oder Musik nach ihrem Geschmack bei öffentlichen Festen wie die Schiltnacht ergeben hatte, so Herrmann-Biegert. »Wir könnten Angebote machen, doch die Initiative muss von den Jugendlichen selbst kommen, sonst wird das nicht angenommen«, so Stein.

Buzzi und Heinrich schlugen trotzdem vor, am Veranstaltungskonzept festzuhalten und Bürgermeister Thomas Haas regte für ein relevantes Thema als Termin das kommende Frühjahr an.

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Angebote für verschiedene Altersgruppen

Herrmann-Biegert, John und Stein besetzten gemeinsam eine 120 Prozentstelle, tragen ebenso gemeinsam die Verantwortung und bieten Veranstaltungen, abgestimmt auf unterschiedliche Alter der Besucher, an: dienstags, zwischen 16.30 und 18 Uhr den Kindertreff mit Werkstatt für alle Grundschulkinder.

Die Ganztagsgrundschule hätte wider Erwarten keine Auswirkungen auf den Besuch des Jugendtreffs. Manche Kinder kämen direkt mit dem Bus von der Schule in den Jugendtreff, informierte Herrmann-Biegert und dass dort ein elfköpfiges freiwilliges Helferteam mit ehemaligen Jugendtreffbesuchern in die Betreuung eingebunden sei.

Fließende Übergänge zwischen den Gruppen

Mittwochs findet der »Treff ab 4« statt, für Kinder und Jugendliche an Klasse vier, oft mit einem Spielturnierangebot. »Wir schaffen fließende Übergänge zwischen den Gruppen, das hat sich bewährt«, so Stein. John übernimmt freitags den Jugendtreff für Kinder ab der siebten Klasse, ebenfalls mit einem Angebot. Leider benötige dieser Treff eine Widerbelebung, denn auch dort gelte: Je älter die Jugendlichen, desto schwieriger seien sie zu erreichen, so Stein.  

Kooperation mit der Grundschule

Zudem gibt es eine Kooperation mit der Grundschule beim Projekt Streuobstwiese Gründlebühl und mit Angeboten in der Schule beispielsweise Module zum Thema Konfliktlösung sowie in der Ganztagsbetreuung. Die Verantwortung für das Team um Martina Bühler von der Ferienbetreuung liege ebenfalls beim Jugendbüro. Dessen Arbeit lobte Herrman-Biegert sehr.

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