Fronleichnam-Absage
Dossier: 

Jahreshöhepunkt fällt in Mühlenbach aus

Autor: 
Reinhold Heppner  und Lars Reutter
Lesezeit 2 Minuten
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15. April 2020

An Fronleichnam waren in den vergangenen Jahren immer solch schön gelegte Altäre zu sehen. Dieses Jahr ist wegen Corona aber alles anders.Foto: fotofotofotofoto ©Archivfoto: Reinhold Heppner

Wegen der Corana-Pandemie wird es dieses Jahr in Mühlenbach an Fronleichnam keinen Menschenauflauf geben. Alles was sonst geboten wird, ist von den Verantwortlichen gestrichen worden.

In diesem Jahr wird an Fronleichnam gegenüber all den Jahren zuvor einiges anders sein. Keine Böllerschüsse, keine Altäre und keine Blumenteppiche, alles was immer Tausende von Besuchern nach Mühlenbach lockte, fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Hierfür entschieden sich die Verantwortlichen am Dienstag.

 „Wir wollen damit in erster Linie die Bevölkerung schützen – die Gefahr einer Ansteckung gilt es unter allen Umständen zu vermeiden“, erläuterte Pfarrgemeinderätin Edelgard Vollmer die gemeinsam getroffene Entscheidung. 

„Sicherheit geht einfach vor“

Bürgermeisterin Helga Wössner heißt auf Nachfrage des Offenburger Tageblatts die Entscheidung der Absage ausdrücklich für gut. „Auch wenn das ein absolutes Novum ist, Sicherheit geht einfach vor“, meint sie.

Sehr schade sei es natürlich trotzdem, da es so ein „wunderschönes Fest“ sei bei dem in gewisser Weise das ganze Dorf mit eingebunden sei. Zudem würde es der Gemeinde erhöhte Aufmerksamkeit bescheren und Gäste aus ganz Baden-Württemberg und den Elsass anlocken. „Es steht auch in vielen Reiseführern“, berichtet Wössner.

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Ein Kilometer  langer Blumenteppich

Und in der Ta weiß jeder, der Mühlenbach in den vergangenen Jahren an Fronleichnam erlebte, wie viele Menschen jedes Jahr kamen, um den etwa einen Kilometer langen Blumenteppich mit farbenfrohen Kunstwerken und prächtigen Motiven anzuschauen und sich an ihm zu erfreuen.

Am sogenannten „Herrgottstag“ legen sonst immer viele freiwillige Helfer in der Nacht vor Fronleichnam akribisch und mit Liebe zum Detail den langen Blumenteppich und wunderschöne Altarbilder. 

Dies nicht nur zur eigenen Freude und zur Freude der vielen Fremden, die sonst immer wieder kommen, sondern in erster Linie auch als Zeichen gelebten, tief verwurzeltem Brauchtums im religiösen Leben.

Dass es bei all den Trubel in erster Linie ein kirchliches Fest ist, betont auch Wössner, und hofft, dass nächstes Jahr wieder Fronleichnam begangen werden kann.
 

Hintergrund

Tourismus in Mühlenbach

Wie viele Touristen über Fronleichnam auf Mühlenbach  aufmerksam geworden sind, lässt sich nicht sagen. Fest steht aber, dass die Gemeinde das ganze Jahr über mit der schönen Natur punkten kann. „Die Zimmer der Ferienwohnungenanbieter sind normalerweise zumindest vom Frühjahr bis in den Herbst durchgängig ausgebucht“, weiß Wössner. Durch Corona würden den Anbietern, die das als zweites Standbein neben der Landwirtschaft betreiben nun auch Einnahmen wegbrechen. Auf Eis gelegt sei auch derzeit das Projekt „NaDu - Natürlicher Dorfurlaub“, da derzeit keine Zusammenkünfte stattfinden könnten. Mühlenbach ist einer von 21 Orten in Baden-Württemberg, der bei diesem Projekt dabei ist. Ziel der Initiative des Verbands Schwarzwaldtourismus ist es, insbesondere Privat- und Kleinvermietern kostenlos zu unterstützen und Dörfer insgesamt zu stärken.
 

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