»Der Job ist ein Kindheitstraum«

Jens Lottes ist neuer Bademeister im Steinacher Schwimmbad

Autor: 
Patrick Schmider
Lesezeit 3 Minuten
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19. April 2019

Der neue starke Mann am Beckenrand: Seit dem 1. April ist der in Sachsen geborene Jens Lottes (35) Bademeister des Steinacher Schwimmbads. ©patrick Schmider

Seit dem 1. April hat die Gemeinde Steinach einen neuen Bademeister. Jens Lottes zog aus Bayern ins beschauliche Kinzigtal, um den bisherigen Schwimmbadleiter Andreas Kienzle zu beerben. Das Offenburger Tageblatt stellt den neuen starken Mann am Beckenrand vor.

Am 11. Mai ist die Schwimmbadsaison in Steinach eröffnet. Für den neuen Bademeister Jens Lottes (35) wird es ein ganz besonderer Tag, wenn die badewütigen Gäste zum ersten Mal dieses Jahr ins Becken springen. Seit dem 1. April ist der gebürtige Sachse offiziell im Dienst und hat bis dahin noch einige Vorbereitungen zu erledigen: »Jetzt ist die Zeit der Schönheitsreparaturen. Bänke streichen, Platten säubern oder Umkleidekabinen richten«, sagt der 35-jährige.
Nach seinem Realschulabschluss begann Lottes eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe bei den Stadtwerken in Torgau, somit ist der Beruf kein Neuland für ihn.

»Ich wollte schon immer ein Freibad leiten«, erklärt der in Geringswalde/Sachsen aufgewachsene Lottes, den es nach dem Ende seiner Ausbildung 2003 für sieben Jahre nach Döbeln/Sachsen zog. Bis zuletzt arbeitete er für die Gemeinde Kümmersbruck/Bayern, ehe er Mitte März nach Steinach zog, um seine neue Stelle anzutreten

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Ein gutes Gefühl habe Lottes dabei stets begleitet. »Das Vorstellungsgespräch mit Herrn Bischler, Frau Obert-Kempf und Frau Bau war auf menschlicher Ebene sehr sympathisch. Ich wollte den Job unbedingt haben und die Gemeinde Steinach hat alles für eine schnelle Zusage getan.« In Steinach habe sich der Hundebesitzer in der bisherigen Zeit gut eingelebt, auch wenn in den ersten Wochen nicht viel Zeit über die Arbeit hinaus blieb. »Die Leute in Steinach sind sehr offen und freundlich. Außerdem haben das Bad und deren Beschäftigte in der Gemeinde einen hohen Stellenwert, da es den Leuten am Herzen liegt. In meinen bisherigen Stationen war man quasi nur eine Nummer«, sagt Lottes, der schon das ein oder andere Mal aufgrund seines Berufs auf den Steinacher Straßen angesprochen wurde.

»Der Job ist für mich ein Kindheitstraum. Ich mag die Abwechslung: Man hat mit Menschen zu tun, muss sich aber auch mit Handwerk oder Technik auskennen«, erläutert der ledige Lottes die Vorzüge seines Berufs. Die schönsten Momente sind für ihn die Schwimmkurse, wenn Kinder sich zu Schwimmern entwickeln und zum Abschluss das Seepferdchen erhalten.
Seinen weiteren Werdegang lasse er komplett auf sich zukommen, da er ohnehin kein Typ für Thermen oder Erlebnisbäder sei: »Ich mag kleinere Bäder, wo man sich kennt. Im Steinacher Schwimmbad sind täglich zwischen 1500 und 2500 Menschen pro Tag. So klein ist das also nicht einmal.«

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Freizeit-Schwimmer

In seiner Freizeit geht Lottes – wie sollte es anders sein – gerne schwimmen und unternimmt mit seinem Schäferhund Spaziergänge in der Natur. Nach der zeitaufwendigen Schwimmbadsaison baut er in der Herbst- und Wintermonaten seine Überstunden und Urlaubstage ab, um Zeit mit seinem Hund zu verbringen oder seine Eltern in der Heimat zu besuchen. »Sollten die Überstunden nicht ausreichen, kann mich die Gemeinde im Bauhof oder in der Schule als Unterstützung für den Hausmeister einsetzen.«

Langfristiges Projekt

Mit dem Arbeitsbeginn am 1. April begann für Lottes somit ein neues Kapitel, welches seiner eigenen Intention nach mehrere Jahre andauern soll. »Das Bad ist sehr schön und gut in Schuss. Ich möchte langfristig arbeiten, um etwas gestalten zu können. Ideen zur Verbesserung gibt es immer«, sagt der 35-jährige zu seinen Ambitionen. Zusammen mit seinem fünfköpfigen Team wird Lottes in den nächsten Wochen daran arbeiten, das Bad im bestmöglichen Zustand zu eröffnen.

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