Hornberg

Joachim Hurst schließt weitere Bürgermeisterkandidatur nicht aus

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16. Juli 2019

Joachim Hurst ©CDU Hornberg

Mehr als 60 neue Gesichter wurden bei den Kommunalwahlen im Mai in die Gemeinderäte des Kinzig-, Wolf- und Gutachtals gewählt. Wir stellen sie in einer täglichen Serie vor. Heute: Joachim Hurst (CDU) aus Hornberg.  

Seit 1994 wohnt Joachim Hurst, der mit einer Hornbergerin verheiratet ist und drei Kinder hat, in Hornberg. Er ist der Rückkehrer im neuen Gemeinderatsgremium. Den einstigen Stimmenkönig vorheriger Wahlen zieht es nach fünfjähriger Abstinenz an den Ratstisch zurück.

Die Gründe sind für ihn vielschichtig: »Gemeinderatswahlen können bedeutende Zäsuren in der zukünftigen Besetzung nach sich ziehen und damit verbunden Veränderungen in Sichtweisen und Entscheidungsfindungen im künftigen Gremium bewirken. Daraus leite ich eine grundsätzliche Verantwortung ab, sich für die Besetzung dieses Gremiums innerhalb bestimmter Altersgrenzen, für die Gestaltung und Verwaltung der Stadt und deren Ausrichtung bereit zu erklären.«

Auch aus gemachten Beobachtungen reize es ihn, noch einmal mitzureden.

"Junge Bärte" für den Gemeinderat bei den Wählern bekannt machen

Für ihn gelte eine gewisse Vorbildfunktion in gelebter und nicht nur gesprochener Form für die Bereitschaft auf Übernahme von Verantwortung.

»Für die Gewinnung, den Aufbau und die Implementierung neuer künftig jüngerer Ratsmitglieder in der anstehenden Legislaturperiode. Das ist eines meiner Ziele«, sagt er.

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Die Listen hätten viele gute junge Leute ausgewiesen, sie müssten nur noch die erforderlichen Stimmen erhalten. »'Lieb Vaterland magst ruhig sein', heißt ein Lied von Udo Jürgens. Damit ist er seinerzeit in Deutschland politisch angeeckt. Es enthält ein passende Passage, die da lautet: 'Die alten Bärte rauschen wieder mächtig. Die jungen Bärte sind dir höchst verdächtig'  ich möchte meinen Teil dazu beitragen, 'junge Bärte' bei den Wählern bekannt und damit wahlinteressant zu machen für die Zukunft, wenn in fünf Jahren viele Räte altersbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen werden«.

"Erfrischende" Mitwirkung an der Durchführung von Projekten

Doch der einstige Leiter Privatkundenmarkt der Sparkasse Haslach-Zell und heutiger Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Lahr formuliert noch mehr Ziele: So möchte er aktiv mitwirken an der endlichen Umsetzung der Parkanlage am Storenwald, welche schon Jahre in aller Munde ist. Er möchte »erfrischend« mitwirken an der Umsetzung Bau Schrägaufzug.

»Sind wir es unseren älteren Bürgern und jungen Eltern nicht schuldig, mit und ohne Rollator oder Kinderwagen angenehm auf den Schlossberg zu gelangen?«.

Auch an das lang geplante Vorhaben, der Renovierung der Gebäude Werderstrasse 15 und 17, will er erinnern. Dort könne wunderbarer Wohnraum geschaffen werden, um junge Familien nach Hornberg zu ziehen.

Und, er vermisse die schon in der Bewegung »Pro Hornberg« erwähnte Hängebrücke vom Bahnhof zum Schlossberg. Vielleicht finde man ja einen Weg zur Verwirklichung. »Das wäre sicher für unseren  Ort eine touristische Bereicherung«.

Aber Joachim Hurst hat noch einen Beweggrund für sein Engagement: »Unser Bürgermeister geht in ein paar Jahren in  den Ruhestand. Möglich, dass ich noch mal antrete. Gut Ding will Weile haben«. 

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