Oberwolfach

Jobbikes gibt´s künftig auch für Oberwolfachs Gemeinde-Team

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21. November 2020

Das Jobbike-Modell ist in der Wirtschaft erfolgreich. Künftig geht das auch in Oberwolfachs Rathaus. ©Matthias Heidinger

Ein Fahrrad über den Arbeitgeber leasen und auch privat nutzen – das Prinzip des als Jobbike bekannten Modells ist künftig auch für Oberwolfachs Gemeinde-Team möglich. Dem Grundsatzbeschluss in der Ratssitzung am Dienstagabend war eine rege Diskussion vorangegangen. Dabei ging es allerdings nicht um die Frage, ob, sondern mit wem.

Das Prinzip funktioniert wie in der freien Wirtschaft auch: Der Arbeitgeber schließt den Leasingvertrag ab, die kompletten Kosten für Leasing­raten und Versicherung trägt über eine sogenannte Entgeldumwandlung der Arbeitnehmer. Der darf im Gegenzug das Zweirad – ob klassisches Rad oder E-Bike – auch privat nutzen und hat am Ende der Leasingdauer die Chance, das Gefährt zum Restwert zu kaufen. „Die Gemeinde an sich hat keine Kosten, für den Mitarbeiter ist es interessant durch den Vorteil“, erklärte Bürgermeister Matthias Bauernfeind.

Grundsatzbeschluss nötig

Beamtenrechtlich sei diese Regelung jetzt schon zulässig, für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst werde eine entsprechende Regelung im Zug der Änderung des Tarifvertrags erwartet. Voraussetzung ist für beide der nun gefasste Grundsatzbeschluss der jeweiligen Kommune. Rund 45 Mitarbeiter habe die Gemeinde insgesamt, sagte Bauernfeind.

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Martin Dieterle (FWG) hinterfragte den Plan der Verwaltung, Leasing- und Versicherungsvertrag aus Kostengründen separat abschließen zu wollen. Er favorisierte die Nutzung spezialisierter Leasing-Anbieter, bei denen die Versicherung inklusive sei. „Das Problem ist, wenn wir nicht aufpassen, dass wir da einen großen Verwaltungsbauch kriegen für die Gemeinde“, warnte Dieterle. „Mir geht’s darum, wie man das anbietet. Ob man das mit einer am Markt ansässigen Firma macht, die sich darauf spezialisiert hat, oder ob man als Gemeinde einen Sonderweg geht.“

Günstiger für Mitarbeiter

„Für die Mitarbeiter ist es so wirtschaftlicher, weil der Leasinganbieter sonst ja auch von was leben will“, plädierte Bauernfeind für die vorgeschlagene Lösung. Der Mehraufwand für die Verwaltung sei minimal. Für die generelle Einführung des Angebots stimmte der Rat einmütig. Für das Modell der Verwaltung gab es neun Ja-Stimmen und eine Enthaltung von Dieterle. Bauernfeind enthielt sich in beiden Runden, denn auch der Bürgermeister darf künftig leasen.

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