Wolfach

„Jugend musiziert“-Teilnehmer geben in Wolfach Vorgeschmack

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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22. Januar 2020

Erstaunliche musikalische Leistungen zeigten die Jungmusiker um Kathrin Krichel (von links) am Dienstag im Rathaussaal: Anna-Lydia Oehler, Hannah Jehle, Mara Paschke, Fiona Dorn sowie Julius und Cara Uhl. ©Andreas Buchta

Ein hohes musikalisches Niveau zeigten die „Jugend musiziert“-Teilnehmer der Musikschul-Zweigstellen Wolfach und Hausach sowie der Stadtkapelle Wolfach am Dienstag bei ihrem Vorspielabend im Rathaussaal. Das Konzert war die letzte Vorbereitung auf den Regionalwettbewerb, der am Wochenende in Lahr stattfindet.
 

„Ihr habt euch richtig reingehängt bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb“, begrüßte Musikschulleiterin Kathrin Krichel die jungen Musiker im Blauen Salon. Sie treten vom 24. bis 26. Januar in Lahr im Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ an (wir berichteten). Am Dienstag gaben sie eine kleine Kostprobe ihres Könnens. Krankheitsbedingt kam das kleine Publikum nur in den Genuss eines Teils des geplanten Programms: Ein Mitglied eines Klarinettenensembles war ausgefallen. 

Reichlich Applaus

Die sechs verbliebenen Akteure heimsten für ihre Darbietungen aber großen Beifall ein. Das kleine Konzert war geprägt von ausgewogenem Zusammenspiel und hoher Konzentration.

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Den Anfang des Vorspiels machten Cara und Julius Uhl, die getragen und harmonisch ausgeglichen auf der Bockflöte zwei Sätze aus einer Sonate von Johann Mattheson bliesen. Franz Müller-Buschs „Der Streit“ interpretierten sie mit ebenso markanten wie schwierigen Kapriolen. Das Querflötenquartett mit Fiona Dorn, Hannah Jehle, Anna-Lydia Oehler und Mara Paschke präsentierte verträumt und mit außerordentlich präzisen Einsätzen eine Romanze und einen Marsch von Raymond Chefreuville. Dazu gab’s, märchenhaft-geheimnisvoll, durchzogen von überraschenden Einschüben voller Dramatik und mit atemberaubenden Tempowechseln, zwei Sätze aus einem Quartett von Friedrich Kuhlau.

Hoher Stellenwert

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ habe bei ihr und der Musikschule einen hohen Stellenwert, versicherte Kathrin Krichel. Die Schüler übten dabei, nicht nur gut, sondern exzellent und auf hohem Niveau zu spielen. Ihnen öffne sich dabei eine neue musikalische Welt, in der sie lernten, die Stücke in allen Facetten auszuloten. „Es gibt im Vorfeld schon Fälle von Schlaflosigkeit und Nervosität“, räumte Krichel ein. Das sei ein Teil der Proben, damit müsse man arbeiten und es in den Griff bekommen. Das Üben auf den Wettbewerb dauere lange: So habe etwa das Flötenquartett schon vor einem Jahr mit ihren Proben für „Jugend musiziert“ begonnen.

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