Gelunges Konzert

Jugendkapelle Haslach lässt »Helden und Legenden« erklingen

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2019

(Bild 1/2) Nahmen ihre Zuhörer mit in Tolkiens erschaffene Heldenwelt Mittelerde, in den Wilden Westen und in fremde Galaxien: die Jugendkapelle um Dirigent Thomas Rauber. ©Andreas Buchta

»Helden und Legenden« hieß das Konzert, mit dem die Jugendkapelle am Samstagabend ihr Publikum im vollbesetzten Haus der Musik in Haslach begeisterte. Als Vorgruppe traten die jüngsten Musiker, die »Klangfänger« auf.

Mutig eröffneten die Jüngsten der Musiker, die »Klangfänger«, am Samstag das Konzert im vollbesetzten Haus der Musik in Haslach. Schwungvoll spielten sie unter der Leitung von Johannes Becherer die »Brunnenvariationen« von Jan de Haan, um dann eine von Peter Person eigens für das Vororchester geschriebene Fanfare zu schmettern. Dann trampelte ein Elefant rhythmisch und lautstark in die Disco und mit Jan de Haans »Music Mill« beendeten die jungen Musiker unter großem Applaus ihren Konzertbeitrag.

Mit dem Titel »Helden und Legenden« hatte die Jugendkapelle mit Musikern aus Haslach, Mühlenbach und Hofstetten ihr Programm überschrieben. Zusammen mit ihrem Dirigenten Thomas Rauber hatten die Musiker ein abwechslungsreiches Programm ausgesucht und in vielen Proben bewundernswert einstudiert. Mit Michael Geislers »Call of Heroes« begann der eindrucksvolle Reigen der Helden, um dann mit »Herr der Ringe« tief in die geheimnisvolle Mittelerde, Tolkins erschaffene Heldenwelt, einzutauchen, in der sich alles um den Ring des bösen Zauberers Sauron und dessen Vernichtung dreht. Ebenso eindringlich wie anschaulich spielten die Jungmusiker dieses dramatische Stück mit seinen geheimnisvollen, melodisch bezaubernden Holzbläser-Passagen und rhythmisch ausgelassenen Freudentänzen. Das Ganze gipfelte in einer hymnischen Beschreibung des Volks der Hobbits.

Heroischer Sound

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Idyllisch begann Mario Bürkis »Pompeji« mit dem heiteren, unbeschwerten Leben in der römischen Sommerfrische, das hörbar unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuert: dem gewaltigen Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79. Eindrucksvoll inszenierte das Orchester Tod und Verderben und die Totenstille danach.

In den Wilden Westen entführten die Jungmusiker ihr Publikum mit Elmer Bernsteins Musik aus dem Film »Die glorreichen Sieben«, in dem sieben Westernhelden in einem tollkühnen Kampf ein Dorf aus den Klauen von Banditen befreiten. Das Orchester traf in dem Arrangement von Roy Philippe den Originalsound in seinem heroischen Gestus ganz ausgezeichnet. 
Aus drei Arrangements mit der Musik aus den unzähligen James-Bond-Verfilmungen hatte Thomas Rauber ein eigenes, mitreißendes Arrangement zusammengestellt. In unerhörter Dramatik und heldenhafter Pose ließen die Musiker die unvergesslichen Melodien aus »Stirb an einem anderen Tag«, »Goldfinger« und »Skyfall« erklingen.

Zwei Zugaben

Den Schluss des Konzerts bildete Michael Browns Medley der Filmmusik von »Guardians of the Galaxy«, in der all die bekannten Melodien der 80 er Jahre wieder in Erinnerung gerufen wurden.
Der Beifall der begeisterten Zuhörer war gewaltig und zwei Zugaben spendierten ihnen die Musiker dafür: Ein von Paul Murtha arrangiertes Medley »Best of Queen« und die ansteckenden Marschrhythmen von »The Marches of John Williams«.

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