Wolfach-Kirnbach

Junggesellenverein erntet laute Lacher für Theater-Chaos

02. Januar 2018
&copy Andreas Buchta

»Büro, Büro! Und wieder hat keiner Kaffee gekocht!« heißt die ausgelassene Komödie, die der Junggesellenverein Sulzbach am Samstag in der voll besetzten Kirnbacher Halle zeigte. Das Publikum feierte das Stück mit Lachsalven, Szenenapplaus und langem Beifall am Ende.

Das Publikum in der voll besetzten Kirnbacher Gemeindehalle konnte beim Gastspiel der Theatergruppe des Junggesellenvereins Sulzbach am Samstag gar nicht anders, als immer wieder in wieherndes Gelächter auszubrechen. Die Komödie »Büro, Büro! Und wieder hat keiner Kaffee gekocht!« von Heidi Mager aus Zimmern stand auf dem Spielplan: Ein ausgelassenes Stück um den turbulenten Büroalltag in einer in Schwierigkeiten steckenden Schnullerfabrik.

Geglückte Besetzung

Die zwei Monate intensiver Probenarbeit unter der bewährten Regie von Roland King hatten sich gelohnt. In ausgesprochen geglückter Rollenbesetzung lockten die neun Darsteller die Zuschauer aus der Reserve. Die Laienschauspieler rissen ihr Publikum fortlaufend zu Lachsalven und spontanem Szenenapplaus hin.

Da war die nach dem Chef schmachtende Sekretärin Susanne Schmoll (Evelyn Brunnenkant) mit ihren oft spitzen Bemerkungen. Außerdem: der sichtlich überforderte Firmenchef Walter Junginger (Tobias Brucker), bei dem alle machen, was ihnen gerade passt. Dann die kokette Büroangestellte Annette Giebel (Aline Stark), die mit ihrem kurzen Röckchen allen den Kopf verdreht. Die Schwester des Chefs, Hermine Junginger (mit starkem Auftritt: Sarah Öhler), die einst ausgerechnet dem Steuerprüfer Erich Reuter (herrlich hölzern: Thomas Brucker) den Laufpass gab. Obendrein der rotzfreche und ständig die kurzberockte Büroangestellte anbaggernde Auszubildende Markus Bender (Marian Fehrenbacher). Er ist der Neffe des Fertigungsleiters Achim Bender (pflichtbewusst und erfindungsreich: Florian Fehrenbacher), der einen Schnuller mit Farbanzeige zum Patent anmeldet.

Steigende Konfusion

Weitere Würze erhielt das Stück durch den Freund von Annette Giebel, Paul Keck (von Eifersucht gezeichnet: Dominik Wöhrle), und schließlich die »Mitarbeiterin des Jahres«, die quirlige Maria Bolognini (unnachahmlich in ihrer Aufgeregtheit: Franziska Haas), die mit ihren laufenden Katastrophenmeldungen alles durcheinanderwirbelt: Allein schon ein solches Personal garantierte eine sich von Szene zu Szene steigernde Konfusion.

Aber bei allem Durcheinander und den sich zuspitzenden Konfrontationen der Charaktere: Am Schluss stand auf einem Betriebsfest ein gleich mehrfaches Happy End – und ein rauschender Applaus der begeisterten Zuschauer, der die Akteure zu mehreren Vorhängen auf die Bühne holte.

 

Stichwort

Weitere Vorstellung

Wer das Stück versäumt hat, kann es am Samstag, 6. Januar, ab 19 Uhr in der Gemeindehalle Vorderlehengericht sehen. Einlass ist eineinhalb Stunden vor Beginn. Der Eintritt kostet sieben Euro, für Kinder bis zwölf Jahren vier Euro.

Autor:
Andreas Buchta

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