Gemeinderat Schenkenzell

Kanalbefahrung wird günstiger als erwartet

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 2 Minuten
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10. September 2018

Die Kanäle in Schenkenzell sollen mit Kameras befahren werden, um ihren Zustand zu überprüfen. ©Tobias Lupfer

Im zweiten Anlauf vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung Kanalreinigungs- und Kanalbefahrungsarbeiten. Mit einem Angebot von 9500 Euro erhielt die Firma Alba aus Dunningen den Zuschlag.
 

Das Warten hat sich für die Gemeinde ausgezahlt. In der Juni-Sitzung hatte das Ratsgremium von Schenkenzell auf Anraten von Bürgermeister Bernd Heinzelmann die Ausschreibung für Kanalreinigungs- und -befahrungsarbeiten aufgehoben. Von vier Firmen hatte nur eine ein Angebot eingereicht, das mit 72 000 Euro (ein Ingenieurbüro hatte rund 25 000 Euro ausgerechnet) weit überzogen war. 

Vier Angebote

Bei der erneuten Ausschreibung wurden nach Angaben des Bürgermeisters die Gewerke Druckprüfungen, Kanalbefahrung und Kanalreinigungsarbeiten getrennt an zehn Fachfirmen ausgeschrieben. Vier davon reichten ein Angebot ein. Der günstigste Bieter, die Firma Alba, hat jedoch mitgeteilt, aufgrund ihrer sehr hohen Auftragslage nicht garantieren zu können, die Arbeiten noch in diesem Jahr auszuführen. Da das zweitgünstigste Angebot jedoch um 6000 Euro teurer sei als das von Alba, schlage die Verwaltung trotzdem die Vergabe an die Dunninger Firma vor. Heinzelmann will aber erreichen, dass zumindest ein Teilbereich der Befahrung noch in diesem Jahr dem Ingenieurbüro vorgelegt werden kann. 

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Im Haushaltsplan seien für die Maßnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Eigenkontrollverordnung des Kanalnetzes 15 000 Euro eingestellt. Eine Sanierung sei für 2019 vorgesehen, informierte der Bürgermeister. Gemeinderat Werner Kaufmann (CDU) wollte wissen, ob die Gemeinde Probleme bekomme, wenn die Befahrung in diesem Jahr nicht mehr funktioniere. Das Regierungspräsidium Freiburg gewähre einen Aufschub, informierte Bauamtsleiter Thomas Haas. 

Deutlich unterm Ansatz

Bisher habe sich die Kommune nur auf den Zustand der Abwasserkanäle konzentriert. Es bestehe aber auch die Verpflichtung, die Regenwasserleitungen untersuchen zu lassen und in Schuss zu halten, schilderte Haas. Da die Vergabesumme von 9500 Euro deutlich unter dem Haushaltsansatz von 15 000 Euro lag, schlug Kaufmann vor, die verbleibenden Mittel für weitere Kanalbefahrung zu verwenden, um eventuell einen noch günstigeren Preis zu bekommen. Diese Idee greife er gerne auf und werde mit Alba verhandeln, so Heinzelmann. Allerdings sei dies haushaltstechnisch etwas kompliziert, da die Gemeinde 2019 das neue kommunale Haushaltsrecht (Doppik) anwenden müsse. Er werde trotzdem nach einer Lösung suchen, versprach der Rathauschef. 

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