Schiltach

Kempf aus Hornberg übernimmt Schöttle in Schiltach

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07. Februar 2024
Hans-Robert (von links) und Petra Schöttle sowie Sebastian und Tobias Kempf. 

Hans-Robert (von links) und Petra Schöttle sowie Sebastian und Tobias Kempf.  ©Stefanie Müller

Das Sanitär-, Heizungs- und Blechnerunternehmen Kempf aus Hornberg hat die Blechnerei und Sanitärtechnikfirma Schöttle in Schiltach übernommen.

Zum 1. Februar hat die Firma Kempf aus Hornberg die Blechnerei und Sanitärtechnikfirma Schöttle am Schiltacher Bahnhof übernommen. "Ich bin mittlerweile 63 Jahre alt und unser Sohn ist beruflich anderweitig unterwegs", begründet Hans-Robert Schöttle den Schritt. Auch für das Hornberger Unternehmen, das noch einen Standort in Schonach hat, hat das gepasst. 

Während bei Schöttle der Schwerpunkt auf der Blechnerei und der Sanitärtechnik liegt, hat Kempf zusätzlich noch Heizungstechnik im Repertoire. "Bislang gibt es das noch nicht in Schiltach. Nun haben wir die Möglichkeit, hier diesen Bereich auszubauen", kündigt Tobias Kempf an, der zusammen mit seinem Bruder Sebastian die Geschäftsführung inne hat. "Als größere Firma kann man außerdem besser investieren", so Sebastian Kempf.

Sanfter Übergang

Was ändert sich dadurch? Erst einmal gar nicht so viel. Hans-Robert Schöttle wird als angestellter Meister bis zur Rente in Schiltach weiterarbeiten. Auch seine Frau Petra bleibt im Unternehmen, ebenso einer von zwei Mitarbeitern. Der zweite Kollege hat beschlossen, sich selbstständig zu machen. "Herr Schöttle wird weiter Ansprechpartner bleiben. Es wird ein sanfter Übergang", so Kempf. Auch das Firmengebäude in der Bahnhofsstraße soll bestehen bleiben.

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Es ist geplant, für Schiltach weiteres Personal zu gewinnen. "Wenn klar ist, dass es hier weitergeht, dann ist das vielleicht leichter", hofft Tobias Kempf. Gesucht werden Anlagemechaniker Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik beziehungsweise Blechner. Auch wird im Unternehmen ausgebildet. "Zur Zeit haben wir fünf Azubis. In diesem Jahr kommen noch drei dazu", so Tobias Kempf. Mittlerweile beobachtet er ein Umdenken: "Das Handwerk wird wieder interessant, vor allem die neue Heizungstechnik und auch die Gestaltung schöne Bäder reizen." 

Was die Auftragslage betrifft, so haben sowohl Kempf als auch Schöttle viel zu tun. Hans-Robert Schüttle konnte noch keinen Einbruch feststellen. "Wir schieben noch Arbeit vor uns her, aber man merkt schon eine gewisse Verunsicherung, weil alles teurer wird", sagt Tobias Kempf. Gerade die Diskussion um das Heizungsgesetz sei nicht förderlich gewesen. Er ist dennoch zuversichtlich. Da die Firma Kempf zum Großteil auf Privatkunden setzt, sei man nicht ganz so anfällig.

Lange am Markt

Gemeinsam ist beiden Unternehmen übrigens, dass sie schon lange am Markt sind. Die Firma Kempf wurde bereits 1875 in Hornberg gegründet und wird von den Brüdern Tobias und Sebastian bereits in der fünften Generation geführt. 2007 übernahm man den Dreimann-Betrieb Schachtmann in Schonach und baute diesen Standort aus. 2013 kam noch die Firma Beutel aus Triberg hinzu, die in den Standort Schonach integriert wurde. Heute beschäftigen die Kempfs insgesamt mehr als 50 Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude.

Auch die Firma Schöttle hat schon lange Bestand. Der Großvater von Hans-Robert Schöttle übernahm den bereits bestehende Betrieb 1919. Nachdem Ende der 1950er-Jahre die Leitung an Schöttles Vater überging und dieser den Standort von der beengten Altstadt an den Bahnhof verlegte, rückte er 1995 nach.

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