Schiltach

Kinderbetreuung: "Luft nach oben braucht man halt auch"

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12. Oktober 2019

Die geplante Erweiterung des Zachäus-Kindergartens im Wohnhaus nebenan, wird lediglich für Entspannung der bisherigen Betreuungssituation sorgen. ©Archivfoto/Martina Baumgartner

Weniger Kinder für eine gleichbleibende Anzahl von Plätzen gibt es im Kindergartenbedarfsplan 2019/20. Der Spielraum kann bereits schnell wieder ausgeschöpft sein, so ist die Prognose der Stadt.

Alle drei Kindergärten waren in der Schiltacher Gemeinderatsitzung, in der es um deren Bedarfsplanung am Mittwochabend im Rathaus ging, im Publikum vertreten. „Wir bekommen viel Lob und können uns zu jeder Zeit präsentieren und genießen bis zum kleinsten Spross alle Kinder“, beschrieb Margarete Knödler, die den katholischen Kindergarten St. Marin leitet, die gute Situation der Einrichtungen vor Ort.

Stadtkämmerer Herbert Seckinger stellte den Räten die Bedarfsplanung vor. Eigentlich gab es nichts, was nicht bereits in der vorherigen Bedarfsplanung durchdacht war und den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz könne man in jedem Fall erfüllen: „Wir haben bei den jetzigen Plätzen etwas Spielraum übrig“, war sein Resümee, denn Luft nach oben brauche man halt. Allerdings ist die bei Mehrbedarf auch schnell dünn. Doch ob der so bald eintritt, kann wegen stark schwankender Kinderzahlen – in den vergangenen Jahren zwischen 27 und 47 – nicht exakt vorausgesagt werden. Allerdings war es auch schon mal anders und die Plätze viel knapper kalkuliert, erinnerte der Kämmerer. 

Deutlich weniger Kinder geboren

Seckinger informierte, dass in Schiltach lebend mit 27 deutlich weniger Kinder als zum Vorjahr mit 39 geboren wurden (jahrgangsbezogen zum Stichtag 1. September). Neben Schiltacher Kindern werden in den beiden kirchlichen und dem Waldkindergarten auch auswärts wohnende Kinder von Berufseinpendlern betreut, was die statistische Planung erschwert. 

Zachäus-Kindergarten

Die Bedarfsplanung 2019/20 sieht für den evangelischen Kindergarten Zachäus in vier Kindergartengruppen 90 Kindergarten- und drei Kleinkindgruppen mit 30 Krippenplätzen vor. Zurzeit werden 117 Plätze vorgehalten von denen insgesamt tatsächlich 74 Kindergarten- und 20 Krippenplätze belegt sind.

Kindergarten St. Martin

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Der katholische St. Martin-Kindergarten wird weiterhin zwei altersgemischte Gruppen mit 44 Kindergartenplätzen, und zehn Kleinkindplätzen bieten dürfen. Davon sind tatsächlich insgesamt 33 belegt und eine Kleinkindgruppe mit zehn Kindern belegt. 

Waldkindergarten möchte Plätze aufstocken

Für den Waldkindergarten sieht die Bedarfsplanung 20 Plätze vor und der Gemeinderat hatte bereits grünes Licht für weitere zehn Plätze gegeben. Letztere sind allerdings noch nicht genehmigt. Von den aktuell 20 Kindern dort kommen sechs aus Schiltach.

Insgesamt gehen 164 Kinder zwischen drei und sechs Jahren in den Kindergarten. Die Kinderkrippengruppen für Kinder unter drei Jahren sind mit 48 Kindern ausgelastet.

Seckinger rechnete den Schnitt der Anzahl der einzelnen Jahrgänge bis ins kommende Kindergartenjahr gegeneinander. Unterm Strich konnte er sagen, dass die Anzahl der Kindergartenplätze ohne die des Waldkindergartens nicht ganz ausreichen würden. Deshalb brauche die Stadt das alternative Angebot zu den kirchlichen. 

Lediglich vorübergehend

Seckinger geht davon aus, dass die weniger starke Auslastung der Plätze zurzeit lediglich vorübergehend so ist. Die Vermutung liegt nahe, dass es eine steigende Nachfrage nach Kleinkindbetreuung geben wird. Allerdings bestehen in Schiltach insgesamt nur geringe Spielräume bei 
Mehrbedarf.

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