Gutach

Kindergartenleiterin Elisabeth Pasternack wird verabschiedet

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15. Juli 2019

Im Kreis »ihrer« Kinder nahm auch Kindergartenleiterin Elisabeth Pasternack Abschied im Gottesdienst in der Peterskirche in Gutach ©Martina Baugmartner

Elisabeth Pasternack hat 35 Jahre lang die Geschicke des Gutacher evangelischen Kindergartens »Unterm Regenbogen« geleitet. Am Sonntag wurde sie im Gottesdienst und mit anschließendem Fest im Gemeindehaus verabschiedet. 

Die große Wertschätzung und vielen Abschiedspräsente, mit der die Kindergartenleiterin überschüttet wurde, ließ Elisabeth Pastenack das ein und andere Mal die tränenfreuchten Augen wischen. Sie wurde im Sonntagsgottesdienst in der Gutacher Peterskirche offiziell als Kindergartenleiterin der evangelischen Einrichtung »Unterm Regenbogen« verabschiedet.

Und als die Reihe der Gruß- und Dankesworte an sie kam, war ihr die bewegte Freude anzumerken: »Es war wunderschön, was Sie mir heute bereitet haben. Bei so vielen Segenswünschen kann mein Ruhestand ja nur gut gehen«, sagte sie.

Pasternack freute sich nicht nur über die verbale Wertschätzung, sondern auch über die, die sich durch die anwesenden Wegbegleiter, wie beispielsweise ihrer Familie ausdrückte: »Georg«, sagte sie zu ihrem Mann, der oft wegen ihrer Arbeit im Kindergarten auf seine Frau verzichten musste, »das ist deshalb auch dein Fest.«

Zudem waren die drei Erzieherinnen von 1984, als Pasternack den evangelischen Kindergarten übernahm, Pfarrer Mirko Diepen, der heute in Heidelberg ist, alle heutigen 19 Kollegen und natürlich die Kinder mit ihren Familien gekommen. 

Kinder und Erzieherinnen nehmen sehr persönlich Abschied

Die Kinder und die Mitarbeiter verabschiedeten ihre Chefin sehr persönlich und dazu durfte Pasternack im Altarraum Platz nehmen: Es folgten Lieder der Erzieherinnen und Kinder, die auf den Kindergarten »Unterm Regenbogen« und auf Pasternack zugeschnitten waren: »Pädagogin aus Passion« und »Ich wünsch dir so viel Segen« sowie zuvor das »Hutgedicht« der Kolleginnen, bei dem sie zum Schluss grüßten: »Auf Wiedersehn, Elisabeth, mach’s gut – wir ziehn’ vor dir den Hut«, was sie dann auch taten.

Auf der Straße der Barmherzigkeit kommt das Leben entgegen

Den Gottesdienst zuvor hielt Schuldekan Hans-Georg Dietrich. In seiner Predigt sprach er unter anderem über die Barmherzigkeit und der in St. Petersburg mittlerweile umbenannten Straße der Barmherzigkeit.

Auch in Gutach gebe es eine Straße der Barmherzigkeit, sagte er, die allerdings heute noch Hauptstraße hieße und an der der evangelischen Kindergarten liege. Wie im Leben so auch in Gutach, käme das Leben auf der Straße der Barmherzigkeit entgegen, so Dietrich.

 

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Die Reihe der Grußworte eröffnete Bürgermeister Siegfried Eckert. Pasternack sei für ihn das lebende Beispiel dafür, dass Erzieherinnen nicht nur auf dem Papier welche seien, sondern auch mit Herz und Seele, sagte er. Als Pasternack ihm 2003 den desolaten Gebäudezustand zeigte, sei für ihn festgestanden, dass etwas daran geändert werden müsse, sagte er.

Es entstand ein Förderverein und alle, Pastenack und die Gemeinde, hätten an einem Strang gezogen und das neue Gebäude »Unterm Regenbogen« konnte 2006 bezogen werden. Der Gemeinderat hätte aktuell sogar einen Anbau mit 152 Quadratmetern beschlossen, informierte Eckert.

Er bedankte sich bei der »engagierten, lebensfrohen, freundlichen und kompetenten Kindergartenleiterin, die in Gutach »viel Großartiges geleistet hat«.

"Elisabeth" - ein Buchstabe für jede Tugend und Kompetenz

Rosemarie Armbruster, die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats, hangelte sich an den Anfangsbuchstaben von Pastenacks Vornamen Elisabeth entlang, um deren Wesen und Arbeit zu beschreiben.

Pasternack hätte unzählige Kinder und die ganze Gemeinde geprägt.

In Vertretung der Mitarbeiterinnen und Eltern bedankten sich auch Kollegin Andrea Schikova und Elternvertreterin Sarah Baas bei Pasternack für die persönliche und teamorientierte Zusammenarbeit.

Die Kinder hatten das letzte Wort, bevor es zur Abschiedsparty in Gemeindehaus ging: Sie gaben ihrer Erzieherin einige für deren Rentnerzeit nützliche Präsente mit, darunter eine Badekappe, "damit die Frisur auch nach dem Schwimmen gut sitzt".

Info

Zeiten ändern sich

Als Elisabeth Pasternack den evangelischen Kindergarten vor 35 als Leiterin übernahm gab es zwei Gruppen mit insgesamt 60 Kindern und neben ihr zwei weitere Erziehrinnen sowie eine Praktikantin. Heute betreuen 17 Erzieherinnen und ein Orientierungspraktikant rund 100 Kinder in sechs unterschiedlich strukturierten Gruppen.

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