Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell

Kirchengemeinderäte segnen Entwurf fürs neue Gemeindehaus ab

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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15. Juli 2019

Groß war das Interesse der Kirchengemeinderäte an dem von der Jury favorisierten Entwurf für das neue Gemeindehaus. ©Andreas Buchta

Der Entwurf steht: Die Kirchengemeinderäte haben am Sonntag nach dem Gottesdienst den Plänen fürs neue Gemeindehaus in Schiltach zugestimmt. Das soll alle Funktionen unter einem Dach vereinen. Das Budget für den Bau beträgt 1,2 Millionen Euro.

Der Leiter der Gemeindeversammlung, Michael Pflüger, begrüßte am Sonntag die Kirchengemeinderäte zu der Vorstellung des Siegerentwurfs des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell. Das Martin-Luther-Haus, Baujahr 1938, ist in die Jahre gekommen, ziemlich marode und mit seinen 870 Quadratmetern Nettofläche unwirtschaftlich. Der Gemeinde mit ihren 2300 Mitgliedern steht eine Nettofläche von 270 Quadratmetern zu. »Wir haben uns mit dem Oberkirchenrat inzwischen auf 300 Quadratmeter geeinigt«, sagte die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Ursula Buzzi.

Die Finanzierung des für die Kirchengemeinde sehr gewichtigen Projekts, für das sie sich auf Jahrzehnte verschuldet, steht inzwischen. Das Budget des Neubaus ist auf 1,2 Millionen Euro begrenzt. Davon trägt die Landeskirche 40 Prozent. 30 Prozent werden über ein gefördertes Darlehen finanziert. 240 000 Euro bleiben an der Gemeinde hängen. Außerdem hat der Oberkirchenrat wegen der knappen Kalkulation ein zusätzliches Spendenaufkommen von 50 000 Euro eingefordert. 17 000 sind bereits eingegangen, 20000 hat der Förderverein zugesagt. Außerdem will der Verein die Einnahmen aus 2019 dem Spendentopf zuschießen.

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Einfache Gestaltung

Am 3. Juli, so Buzzi, habe sich eine Jury für einen der eingereichten Entwürfe entschieden: Den des Architekturbüros Muffler in Tuttlingen. Er wurde am Sonntag, allerdings auf dem Papier, von Architektin Heidrun Muffler den Kirchengemeinderäten vorgestellt und zeigt ein in Holzrahmenbauweise ausgeführtes Gebäude, das alle Funktionen unter einem Dach vereinigt: Auf der westlichen Seite drei Säle, die gegebenenfalls in einen großen Saal umgewandelt werden können. Auf der Ostseite befinden sich die Funktionsräume. Der Entwurf nehme nicht zuletzt wegen der Einfachheit seiner Gestaltung bei aller Komplexität der Funktionen für sich ein. Das Gebäude korrespondiere gut mit der Dachlandschaft der Altstadt und bildet mit der bestehenden Kirche ein Ensemble. Es sei ein Zentrum und damit in keine Richtung orientiert. Ein auffallendes, großes, zentrales Oberlicht symbolisiert einen »Blick zum Himmel«. Das Gebäude verfügt über eine gute und barrierefreie Erschließung. »Es ist dies, auch bezogen auf die Umsetzbarkeit, der beste Entwurf«, fand Ursula Buzzi.

Mit einem Gebet beendete Pfarrerin Marlene Schwöbel-Hug die Projektvorstellung. Anschließend diskutierte der Kirchengemeinderat den Entwurf und segnete ihn schließlich einhellig ab.

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