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Mühlenbach/Haslach

Seelsorgeeinheit Haslach: Klaus Klinger feiert 25-Jähriges

Kooperator vor 25 Jahren zum Priester geweiht / Seit 1998 in der Seelsorgeeinheit
19. Mai 2017
&copy Lars Reutter

Sein silbernes Priesterjubiläum feiert Klaus Klinger am Sonntag in seinem Wohnort Mühlenbach und mit der gesamten Seelsorgeeinheit an Christi Himmelfahrt in Haslach. Seine Priesterweihe war vor 25 Jahren am 23. Mai 1992 in Heidelberg.

Vor 25 Jahren ist Kooperator Klaus Klinger in der Heidelberger Jesuitenkirche zum Priester geweiht worden. Das Jubiläum wird nun gebührend in Gottesdiensten gefeiert (siehe Infokasten). 

Der Entschluss Priester zu werden, reifte in Klinger gegen Ende seiner Schulzeit. »Ich war erst Ministrant und dann Oberministrant. Als ich 16 Jahre alt war, gab es einen Pfarrerwechel und der neue Pfarrer war so etwas wie ein Vorbild für mich«, erzählt Klinger. 

Geboren wurde Klinger in Bad Schönborn-Mingolsheim (Landkreis Karlsruhe). Dort wuchs er in einem religiösen Elternhaus auf. Als er den Entschluss gefasst habe, Priester zu werden, hätte dies seine Eltern sehr gefreut. »Sie haben aber auch gesagt, dass ich mir das gut überlegen soll«, erzählt er. »Nach dem Gemeindepraktikum in Bad Petersal und dem Gemeindejahr in Mersburg war mir aber klar, dass das wirklich was für mich ist«, erinnert er sich.

Freud und Leid geteilt

Doch was ist es, was wirklich etwas für ihn ist? »Es erfüllt mich mit den Menschen in der Seelsorgeeinheit zu leben und mit ihnen Freud und Leid zu teilen«, erklärt Klinger und zitiert aus dem Johannes-Evangelium seinen Weihspruch: »Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.« Entsprechend übt der 53-Jährige auch sein Amt aus und nimmt am öffentlichen Leben in der Seelsorgeeinheit teil.

»Hier in Mühlenbach und der Region mit der schönen Natur gefällt es mir sehr gut«, sagt er. Bevor er in die Seelsorgeeinheit gekommen war, hatte er verschiedene Vertretungsstellen in der Erzdiözese Freiburg und seine erste Kaplanstelle von August 1992 bis August 1993 in Friesenheim. »Dort habe ich als Neuling ein halbes Jahr die Pfarrei geleitet«, erinnert er sich. Nach dem Tod des Pfarrers kam dann ein Nachfolger, die Kaplanstelle wurde gestrichen und er wechselte nach Ottenhöfen.

1998 kam Klinger dann nach Mühlenbach. »Ich hatte mir gewünscht, in den Schwarzwald und dort in eine Landgemeinde zu kommen«, sagt er und fügt an: »Eine Großstadt wäre wohl nichts für mich.« Ein Jahr lang sei Pfarrer Friedrich Winkler bis zu dessen Tod sein Vorgesetzter gewesen. »Seit der Streichung der Kaplanstelle war ich dann in der ganzen Seelsorgeeinheit aktiv. Insofern hat sich mein Aufgabenbereich stark verändert«, erzählt er. 

Kein »bürokratischer Kram«

In all den Jahre habe er viele schöne Erlebnisse gehabt, aber auch traurige Momente mit den Menschen geteilt. »Es gab Schicksalschläge in der Gemeinde, die einen natürlich nicht kalt lassen«, sagt er. »Nur« Kooperator zu sein, habe für ihn den Vorteil sich weniger mit »bürokratischen Kram« beschäftigen zu müssen und damit mehr Zeit für die Seelsorge zu haben. Dies wünscht er sich für alle Pfarrer. »Bei meiner Priesterweihe waren wir 23, jetzt waren es  gerade mal noch vier«, sagt er in diesen Zusammenhang.

Dass der Kirchgang auch in der ländlichen Region des Kinzigtals abnimmt, sei im Trend der Zeit. Besonders freut Klaus Klinger es daher, wenn sich Kinder und Jugendlich trotz ihrer »Terminflut« in der Kirche engagieren. 

Autor:
Lars Reutter

Info

Feierlichkeiten

Beide Priester der Seelsorgeeinheit Haslach feiern ihr Priesterjubiläum. Pfarrer Helmut Steidel ist seit 40 Jahren Priester (wir haben berichtet) und Kooperator Klaus Klinger bringt es auf 25 Jahre. Diese Jubiläen werden die beiden an Christi Himmelfahrt, 25. Mai, gemeinsam feiern. Der festliche Gottesdienst für die gesamte Seelsorgeeinheit  beginnt um 9.30 Uhr in der Kirche St. Arbogast in Haslach. Nach dem Festgottesdienst findet im katholischen Gemeindehaus St. Sebastian ein öffentlicher Empfang statt.
Außerdem feiert Kooperator Klaus Klinger am morgigen Sonntag um 10.15 Uhr in seinem Wohnort Mühlenbach im Rahmen der Eucharistiefeier sein silbernes Priesterjubiläum. Die Predigt hält Pfarrer Bruno Herrmann, der 2016 als gebürtiger Mühlenbacher in der Gmeinde seint diamantenes Priesterjubiläum gefeiert hatte. Danach ist bei schönem Wetter ein Stehempfang auf dem Kirchplatz und bei schlechtem Wetter im Pfarrheim geplant.