Mühlenbacher Gemeinderat macht Vorgaben

Knappe Mehrheit gegen Balkon bei Hausbau

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 2 Minuten
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11. November 2017
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Der Gemeinderat votierte mit sechs zu fünf Stimmen dafür, keinen Balkon an der West- beziehungsweise Straßenseite des Hauses anzubringen. ©Grafik: Hättich & Faber Architekten

Über Vorgaben für den Neubau des gemeindeeigenen Hauses in der Mühlenbacher Hauptstraße hat der Gemeinderat am Dienstagabend gesprochen. Dabei gab es über die Frage der Anbringung eines weiteren Balkons eine knappe Kampfabstimmung.

Architekt Martin Hättich stellte zusammen mit den Projektbetreuern Jan Smudde und Junita Gampe die Pläne vor. Die Hauseingangstüre  soll nun nicht in einer Kunststoff-Variante, sondern in Alu ausgeschrieben werden. Diese sei qualitativ besser. Die fünf Wohnungseingangstüren werden als Standard-Holzeingangstüren mit Stahlzargen eingebaut und der Boden im Keller gefliest.

Kampfabstimmung

Dass eine Wohnung im Obergeschoss des Hauses ohne Balkon gebaut wird, wurde mit sechs zu fünf Stimmen beschlossen. Optische Gründe hatten für die Mehrheit des Gemeinderats gegen die Anbringung gesprochen. Denn der Balkon wäre der einzige auf der Straßenseite gewesen.

Mit einer Winkelstützmauer soll der Neubau gegen das Nachbargrundstück abgegrenzt und im Fundament der bestehenden Wand verankert werden. Die Wohnung im Erdgeschoss wird barrierefrei sein und bekommt als einzige der Wohnungen auch eine barrierefreie Dusche. 

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Ein generelles Thema war die Belüftung und Entfeuchtung des Hauses, die man gewährleisten muss. Eine mögliche Variante wäre laut Hättich sogenannte Fensterfalz-Lüfter für jeweils 40 Euro, die in Verbindung mit der Lüftungsanlage im Badezimmer für eine Luftzirkulation sorgen könnten.

Offene Küchen

Dagegen sprach, dass natürlich auch Kälte durch den kleinen Spalt des Fensters in die Wohnung käme. Bürgermeister Karl Burger meinte: »Wenn man an der Belüftung spart, hat man die Langlebigkeit des Gebäudes bereits aufs Spiel gesetzt«. Eine Entscheidung wurde letztlich vertagt.

Die Küchen sollen im Haus offen gestaltet werden. Dadurch spart man sich eine Wand und  Tür und damit Platz und eine »Barriere«. Für die Unterbringung der Mülltonnen soll vor dem Haus noch eine Lösung gefunden werden, die Gehweg- und Hofpflasterung wird analog zum Pflaster im Dorf fortgeführt.

Bei allen Bemühungen um Einsparungen am Haus, das der Flüchtlingsaufnahme und dem sozialen Wohnungsbau dient,  betonte Burger: »Wir sollten keine Hutschachtel bauen, die gleich wieder renoviert werden muss.« Und auch Klaus Armbruster meinte mit Blick auf sonst mögliche Folgekosten: »Wir sind zu arm, um billig zu bauen«.

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