»Bewegung rund um Welschensteinach«

Krebskranke Kinder profitieren

Autor: 
Anke Kaspar
Lesezeit 3 Minuten
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16. Oktober 2018

(Bild 1/2) Mehr als 80 Teilnehmer waren am Samstag bei »Bewegung rund um Welschensteinach dabei. ©Anke Kaspar

Bei Traumwetter starteten am Sonntagnachmittag mehr als 80 Teilnehmer bei »Bewegung rund um Welschensteinach«. Der Erlös der Aktion ging an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg. 

Bürgermeister Nicolai Bischler freute sich, dass Bettina Hoferer und Ottilie Malinowski es wieder geschafft haben, so viele Mitstreiter für die gute Sache zu mobilisieren. Denn jeder, der bei »Rund um Welschensteinach« auf den fünf ausgewiesenen Strecken wanderte, joggte oder mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs war, spendete sein Startgeld an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg.

Ein Gottesdienst in der Bußkapelle bot am Nachmittag vielen eine ideale Möglichkeit, kurz zu rasten, zur Ruhe zu kommen und mit Petra Steiner von der katholischen Seelsorgeeinheit zu beten. 

Rund 4000 Euro gespendet

Claus ­Geppert, der Leiter des Familienzentrums und Vertreter des Fördervereins für krebskranke Kinder in Freiburg, konnte gleich einen Briefumschlag mit Geld mit nach Freiburg nehmen. Die Kommunionskinder des vergangenen Jahres hatten 300 Euro gesammelt. Und Tadeus und Angelika Malinowski, die zu ihrem 70. und 65. Geburtstag Geld für den Verein gesammelt haben, konnten 1700 Euro an Spendengeldern in den Umschlag packen.

Durch Startgelder und spontane Spenden kamen am Sonntag gleich noch fast 1500 Euro zusammen. Auch die Steinacher Firma Armbruster spendete 1000 Euro. So erhält der Förderverein in so kurzer Zeit etwas mehr als 4000 Euro. Bischler betonte, dass er es toll findet, wenn Privatpersonen, Vereine und Firmen für die gute Sache spenden. 

Seit 35 Jahren steht der Freiburger Verein nun krebskranken Kindern und ihren Eltern zur Seite und mit dem Elternhaus bieten sie den Eltern in der Zeit des Krankenhausaufenthaltes ihres Nachwuchses ein Zuhause, informierte ­Geppert. Der Verein habe sich das Ziel gesetzt alles erdenklich Mögliche zu tun, um krebskranken Kindern und ihren Familien zu helfen.

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Überfälliger Neubau

Es sei ein Zusammenspiel vieler Komponenten, welche die Heilungschancen eines jeden einzelnen Kindes ausmachen. So müsse die Forschung vorangetrieben, die medizinische und personelle Versorgung verbessert werden, vor allem aber müssen Familien, die um das Leben ihres Kindes bangen, aufgefangen und betreut werden, meinte der Leiter. 

Gern gab Geppert Auskunft darüber, wie im Verein und im Elternhaus gearbeitet wird. Und er hatte gute Nachrichten mitgebracht. Anfang der Woche fand der Spatenstich für die neue Kinderklinik statt. Dieser Neubau sei längst überfällig. Denn in den heutigen Räumlichkeiten könnten die kleinen Krebspatienten nicht mehr nach heutigem Standard behandelt werden.

Neue Räume und bessere Medizintechnik werden dem Team von Charlotte Niemaier die Arbeit beim Kampf um das Leben der tapferen Kinder erleichtern. Die Leiterin der Kinderonkologie habe über zehn Jahre für eine neue Kinderklinik gekämpft. Der Förderverein werde direkt neben der neuen Kinderklinik bauen, die 800 Meter von der alten entfernt ist. 

Kleinspender wichtig

In zwei Jahren soll das Projekt neues Elternhaus in Angriff genommen werden. Es sei geplant, dann zusammen mit der neuen Kinderklinik 2022 einziehen zu können.

»Kleinspender machen das segensreiche Wirken des Fördervereins erst möglich«, betonte Geppert. Immer öfter werde der Verein auch in Testamenten bedacht. 

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