Gutach

Kurt Mosetter trainiert mit Gutacher Übungsleitern

Autor: 
Susanne Heinzmann
Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
08. August 2018

Der Arzt und Therapeut Kurt Mosetter (rechts) leitet die Gutacher Übungsleiter an – hier Handball-Abteilungsleister Christian Lehmann–, damit seine KID- Übungen auch in den verschiedenen Sportstunden Einzug halten können. ©Susanne Heinzmann

Kurt Mosetter, als Arzt, Therapeut und Autor weltweit unterwegs, nimmt sich immer einmal im Jahr Zeit für die Übungsleiter des TuS Gutach und des Radsportvereins. Sie sind Multiplikatoren für Mosetters Konzept »Kraft in der Dehnung«.

Wie eng Kurt Mosetter nach wie vor mit seiner Gutacher Heimat verbunden ist, zeigt sich nicht nur darin, dass er Jahr für Jahr eine Gesundheitswoche für seine Patienten rund um sein Elternhaus anbietet, sondern auch darin, dass er sich eine Stunde in dieser doch recht ausgefüllten Woche Zeit für die Gutacher Übungsleiter nimmt. 

Neben dem täglichen Praxisbetrieb von Gerhard Maier und seinen Kollegen läuft auch aktuell eine große Woche mit kleinen Patienten aus aller Welt. Auf Einladung des TuS Gutach kamen rund 20 Trainer- und Übungsleiter des TuS Gutach sowie des Radsportvereins Gutach in die Gutacher Festhalle, um sich unter dem Motto »Myoreflex für die Sportstunde« einige Übungen für den wöchentlichen Gebrauch zeigen zu lassen. 

»Kraft in der Dehnung«

Hier handelte es sich vor allem um KID-Übungen, die Mosetters Konzept »Kraft in der Dehnung« zum Ursprung haben. »Gute Ernährung gekoppelt an Bewegung ist das Geheimrezept für ein gesundes Älterwerden«, gab Mosetter den Übungsleitern als Fazit mit auf den Weg. 
Dehnen und die Schulung von Koordination und Beweglichkeit bilden die Grundlage für alle Lebenslagen. »Wer turnt, sich bewegt und seine Muskelketten immer beweglich und geschmeidig hält, profitiert im Alter immens von seiner Vorarbeit in jungen Jahren«, so der Arzt. 

Er empfahl, sich lediglich auf das eigene Körpergewicht als Widerstand zu beschränken, denn der Einsatz von Gewichten oder gar der Langhantel berge deutlich mehr Risiken in einer Fehlbelastung als tatsächlich nennenswerten Kraftaufbau. »Es gewinnt heute nicht mehr der, der am schnellsten läuft, sondern jener, der am besten regeneriert«, war eine weitere Aussage, die die Übungsleiter gern mitnahmen. 

Projekte für Prävention vernetzten sich mit TuS Gutach

- Anzeige -

Mit Top-Torhüter Henning Fritz verbindet Mosetter eine gute Freundschaft. Gemeinsam in einer engen Kooperation mit dem Deutschen Sport-und Präventionsnetzwerk mit Markus Laurenz, Annis Welt und Annemarie Stein sind Henning Fritz und das Mosetter-Team gemeinsam in Projekten für Prävention, intelligente Ernährung mit Glycoplan und mehrdimensionalem Training aktiv.

Und was hat das nun mit Gutach zu tun? Mosetter sagt: »Die Gutacher sind Pioniere und Vorreiter in Sachen Gesundheit. Genau deshalb wird sich diese Gruppe auch mit dem TuS vernetzen.« Henning Fritz, Gunter Frank und Musikproduzent Stefan Eichinger entwickelten das Konzept »Schallpause«, bei dem durch das regelmäßige Hören frequenzmodulierter Musikpositive Folgen auf Regenerationsfähigkeit, Schlaf und Leistung festgestellt wurden. Unterstützt durch KID-Übungen können so gezielt Regenerationsphasen eingeleitet werden.

Auf die Frage, warum es zu Krämpfen bei besonders hohen Belastungen kommt, hatte Mosetter eine einfache, aber plausible Erklärung: »Hier stimmt das Gleichgewicht nicht. Vom vielen Sitzen im Alltag werden die aufrichtenden Muskelketten nicht beansprucht und verkürzen bisweilen. Durch Sport werden dann in kurzer Zeit aktive, hohe Belastungen verlangt, die für die beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder ungewohnt sind. Durch gezielte Dehnübungen des Gegenspielers können so recht schnell Linderung und Besserung erzielt werden.«

»Der Tag der Verletzung ist der erste Tag der Reha!«

Außerdem gab Mosetter zu bedenken, dass bei Verletzungen keinen Tag ruhig gestellt werden sollte. Die entsprechende Verletzung wird behandelt, doch der übrige Bewegungsapparat kann seinen Beitrag zur besseren Regeneration leisten. »Der Tag der Verletzung ist der erste Tag der Reha!« ist seine Devise.

Mit großer Sorgfalt wies Kurt Mosetter die anwesenden Übungsleiter in sein Dehnprogramm ein und alle waren sich am Ende einig, dass sich der Abend mehr als gelohnt hatte. Am Ende blieb sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch über die aktuellen Ereignisse in der Fußballwelt, in der Mosetter ebenfalls eine feste Größe ist.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
  • vor 23 Stunden
    Biberach
    Mit zwei Kandidaten tritt die Alternative für Deutschland (AfD) am 26. Mai bei den Gemeinderatswahlen in Biberach an.
  • 13.05.2019
    »Schöne Zeit« – der zeitlose Weingenuss
    Fruchtig, farbenfroh und voller Lebensfreude – so zeigt sich der neue »Schöne Zeit«-Weißwein der Durbacher WG. Der Name ist Programm und steht für zeitlosen Genuss für jedes Alter – aus dem Herzen des Durbachtals.
  • 09.05.2019
    Experten von Steinhof Fitness in Oberkirch beraten
    80 Prozent der Deutschen haben Rückenschmerzen - viele sogar chronisch. Ursache dafür ist in den allermeisten Fällen eine mangelnde oder falsche Bewegung. Die Experten von Steinhof Fitness in Oberkirch zeigen, wie Rückenschmerzen künftig der Vergangenheit angehören können - und beraten kostenlos.
  • 07.05.2019
    Mitgliederversammlung
    Es war eine geheime Abstimmung beim SV Berghaupten. Doch danach stand fest: Die Führungsmannschaft bleibt bis 2021 im Amt. Robert Harter wurde erneut die SVB-Präsidentenwürde zuteil.  

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

vor 6 Stunden
Kinzigtal
Die Kinzigtal-Gruppen der 72-Stunden-Aktion packen bereits kräftig an. Bis Sonntag um 17.07 Uhr sollen unter anderem ein Rastplatz, ein renovierter Gruppenstundenraum und ein runderneuerter Spielplatz fertiggestellt sein.
vor 8 Stunden
Architektenkammer Baden-Württemberg
Der Schiltacher Stadtgarten wurde ausgezeichnet: Eine Jury der Architektenkammer Baden-Württemberg prämierte den Garten im Rahmen des Auszeichnungsverfahrens "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Rottweil". In einer Ausstellung im Rathaus werden alle sieben prämierten Projekte gezeigt. 
vor 8 Stunden
Wolfach
Sechs eifrige Blutspender ehrte Bürgermeister Thomas Geppert am Mittwoch zum Auftakt der Gemeinderatssitzung. Letztmals in diesem Rahmen: Ab 2020 sollen die Blutspender beim Bürgerempfang geehrt werden.  
vor 9 Stunden
Mathematisches Forschungsinstitut
Die 16 besten Nachwuchs-Mathematiker aus Deutschland haben die vergangene Woche am MFO in Oberwolfach verbracht. Ihr Ziel: die 60. Internationale Mathematik-Olympiade im Juli in Bath. 
vor 12 Stunden
Hornberg
Das Theaterstück "Heidi" feiert am Samstag, 29. Juni, auf der Freilichtbühne Hornberg Premiere. Ein Besuch am Donnerstag gab einen interessanten Einblick in die Arbeit der mehr als 60 Darsteller und was die Besucher erwarten wird.
vor 13 Stunden
B 33 bei Hausach
Zwischen einem Autofahrer mit Anhänger und einem Autotransporter ist es am Donnerstagnachmittag auf der B 33 bei Hausach zu einem Unfall gekommen. 
vor 13 Stunden
Dank an Urgesteine
In einer Feierstunde durfte Bürgermeister Philipp Saar zusammen mit Tourismusleiter Werner Müller die drei Bergwerksführer Wendelin Flach, Alfred Buchholz und Georg Allgaier vom Bergwerksdienst verabschieden. 
vor 15 Stunden
Fischerbach
Das Betriebsergebnis des Jahrs 2018 für den Fischerbacher Gemeindewald sorgte beim Gemeinderat für wenig Freude.
vor 18 Stunden
Kinzigtal
Bist 2030 ist es gar nicht mehr so lang. In der Ambulanten Pflege beträgt heute der Altersdurchschnitt 79,5 Jahre, in der Tagespflege 85,3 und im Pflegeheim 89 Jahre. Und schon für 2030 sagen die Kinzigtäler Experten einen Notstand in der Pflege voraus.
vor 18 Stunden
DRK-Kreisverband Wolfach
Eine bessere Bezahlung, ein positiveres Bild der Pflegeberufe in der Öffentlichkeit und weniger Bürokratie und Schikane wünscht sich der Ambulante Dienst des DRK-Kreisverbands Wolfach für die Pflege der Zukunft.
vor 18 Stunden
Kinzigtal
Was kann die Bundesregierung, was können die Kommunen und was kann jeder Einzelne tun, damit pflegebedürftige Menschen auch 2030 noch würdig leben können? Die Prognose der Experten sieht da eher düster aus. Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern eigentlich schon zehn nach eins. 
vor 18 Stunden
Frank Urbats Pflegedienst
Mit 50 ausgebrannt? Dann läuft etwas schief, sagt Frank Urbat. Er hat sich mit seinem Pflegedienst selbstständig gemacht, weil ihn die Arbeitsbedingungen selbst krank machten – und zeigt nun, dass es auch anders geht.