Haslach im Kinzigtal - Bollenbach

Land fördert Hochwasserschutz in Bollenbach

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10. September 2019

Der Bollenbacher Talbach soll aufgeweitet werden, um den Hochwasserschutz in dem Ortsteil zu verbessern. ©Reinhold Heppner

Fördermittel in Höhe von 1,12 Millionen Euro erhält die Stadt Haslach, um den Hochwasserschutz im Ortsteil Bollenbach zu verbessern. Unter anderem sollen der Bollenbacher Talbach verbreitert und neue Brücken gebaut werden.
 

Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) fördert die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Haslacher Ortsteil Bollenbach mit einem Zuschuss von 1,12 Millionen Euro, teilte die Behörde heute in einer Pressemitteilung mit. Die Gesamtkosten liegen bei 1,6 Millionen Euro. 

Insgesamt stelle das Land den Städten und Gemeinden in diesem Jahr knapp 46 Millionen Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässer­ökologie zur Verfügung.

Wichtige Verbesserungen

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sei überzeugt, dass der Ausbau des Hochwasserschutzes wichtige Verbesserungen für Bollenbach nach sich ziehen wird:

»Im Hochwasserschutz lohnt sich jeder investierte Euro. Wir werden zwar den angestrebten Schutzgrad von 100 Jahren nicht erreichen können, gehen aber davon aus, dass in Zukunft jährlich Schäden in Höhe von rund 60 000 Euro vermieden werden.« 

Kritische Lage

Große Bereiche des Ortsteils Bollenbach sind bei Überflutungen durch ihre kritische Lage gefährdet, da der Bollenbacher Talbach bereichsweise innerorts nicht im Taltiefpunkt verläuft.

Bereits bei zehn- und 20-jährlichen  Hochwasserereignissen komme es zu Ausuferungen mit Überflutungen. Zur Verbesserung der Hochwassersituation plant die Stadt Haslach lokale Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des Gewässers auf einer Gesamtstrecke von über 500 Metern. 

Räumliche Begrenzung

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Insbesondere die Aufweitung des Durchflussquerschnitts, der Neubau von zwei Brücken und eines Fußgängerstegs sowie die Erhöhung der bestehenden Ufermauern sollen den Hochwasserschutz verbessern.

Wegen der räumlichen Begrenzung ist an den kritischen Stellen, der Brücke an der Dorfstraße und der Brücke an der Bollenbacher Straße, ein rechteckförmiger Entlastungskanal (Bypass) erforderlich, der neben dem Gewässer parallel verlaufen und bei einem 50-jährlichen Hochwasser (HQ50) rund vier Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen wird. 

Kein Schutzgrad von 100 Jahren möglich

Insgesamt könne jedoch der heute angestrebte Schutzgrad von 100 Jahren nicht erreicht werden, immerhin könnten aber die dort sehr häufigen Überschwemmungen deutlich – wenn auch nicht komplett – vermindert werden.

Ein höherer Schutzgrad sei aufgrund der örtlichen Situation mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht zu erreichen, heißt es in der Pressemitteilung des RP.

Anderthalb Jahre Bauzeit

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen, teilte Bürgermeister Philipp Saar heute auf Anfrage des Offenburger Tageblatts mit. Die Bauzeit werde etwa anderthalb Jahre betragen.

»Ich bin froh, dass wir hier vorangekommen sind. Der Grunderwerb war nicht so einfach, aber wir sind stolz drauf, dass letztlich alle mitgezogen haben«, versicherte Saar.

Es handle sich um ein wichtiges Projekt, das nach Ansicht der Experten notwendig sei, um den Schutz vor Hochwasser zu verbessern. »Ich freue mich, dass wir es jetzt auf Sicht zum Abschluss bringen«, betonte der Rathauschef. 

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