Haslach im Kinzigtal

Landesministerin in Haslach zu Gast

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18. September 2021
Bürgermeister Philipp Saar freute sich über den Besuch von Marion Gentges, die sich als Ministerin ins silberne Buch der Gemeinde eintrug.

Bürgermeister Philipp Saar freute sich über den Besuch von Marion Gentges, die sich als Ministerin ins silberne Buch der Gemeinde eintrug. ©Reutter, Lars

Landesministerin Marion Gentges (CDU) war am Donnerstagnachmittag in Haslach zu Gast. Beim Besuch im Rathaus ging es vor allem um die Themen B33-Lärmschutz, Brücken-Planung und Bahnhof.

Marion Gentges (CDU) ist baden-württembergische Ministerin der Justiz und für Migration um das Thema von Flüchtenden aus Afghanistan, was in ihr Ressort fällt, ging es beim Besuch in Haslach aber nur am Ende ganz kurz. Stattdessen sprach sie in ihrer Rolle als Abgeordnete aus dem Wahlkreis über die Dauerbrennerthemen der Gemeinde.

So ging es zu Beginn um das Thema Lärmschutz im Zuge des dreispurigen Ausbaus der B33 zwischen Steinach und Haslach. Hier hatte sie in der Folge eines Besuchs vor rund einem Jahr kundig gemacht, wie ein solcher andernorts erreicht werden konnte. Gute Nachrichten konnte sie aber nicht verkünden, wo mehr als nur passiver Lärmschutz, wie er in Bollenbach vorgesehen ist, realisiert wurde, sei die Situation nicht vergleichbar gewesen.

Gentges, Bürgermeister Philipp Saar und die anwesenden Fraktionsvertreter Herbert Himmelsbach (SPD) und Andreas Isenmann (CDU) waren sich aber einig, dass eine Lärmschutzwand- oder -wall das Ziel bleiben müsse, da dies auch für die Akzeptanz des Ausbaus in der Bevölkerung wichtig sei.

Fördermittel wünschenswert

Isenmann betonte, dass es ihm als Ortvorsteher nicht nur um Bollenbach gehe, sondern um den Schutz aller Bürger vor Lärm gehe. Zudem würde er sich Fördermittel für den Lärmschutz in gleicher Höhe wie für den Hochwasserschutz wünschen. Dann wäre der Restbetrag auch eher für eine Kommune zu zahlen.

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Bei einer Ideensammlung, hatte Himmelsbach den Vorschlag, ob man nicht vielleicht eine Photovoltaik-Lärmschutzwand realisieren könnte und dies als Pilotprojekt mit entsprechenden Zuschüssen. Zudem erinnert er daran, dass es auch in der bestehenden Ortsdurchfahrt ab etwa 5 Uhr morgens laut sei und dies auch kein Zustand bis zur Realisierung der Umfahrung sei. Gentges sah auch keine Besserung durch E-Autos kommen, da deren Abrollgeräusche auch laut seien. Zudem brachte sie die Suche nach Investoren ins Spiel.

„Wir müssen gemeinsam nach Lösungen suchen und hirnen“, sagte sie nicht nur zum Thema Lärmschutz, sondern auch zum Thema Bau einer Brücke als Ersatz für die Archebrücke, die auch sie gerne barrierefrei hätte, was mit Blick auf den wenig zur Verfügung stehenden Platz in Richtung Stadt aber gar nicht so leicht zu realisieren sei.

"Stachel im Fleisch"

Saar erinnerte auch daran, dass dort gleich im Anschluss der nicht barrierefreie Bahnhof kommt, was „ein Stachel im Fleisch“ für ihn sei. Hier hofft er für eine Änderung auf Fördermittel. Ein Problem sei aber, dass auch durch die deutsche Regulatorik eine Lösung schwer sei. So sei noch nicht einmal das Anbringen einer Schiene bei der Treppe zum Gleis 2 zulässig, da die Stufenbreite dann zu schmal sei. Und auch Gedankenspiele über das Ausweichgleis 3, auf dem kaum einmal ein Zug fährt, kamen bei der Bahn nicht gut an. Nun sei ein Ingenieurbüro mit der Thematik beauftragt.

Gentges meinte auch hier, dass kreative Lösungen gefragt seien. Zumal sie die Kritik an der fehlenden Barrierefreiheit des Bahnhofs nachvollziehen kann und teilt.
Zudem sagte sie auch ihre Unterstützung in Sachen Bollenbacher Ei zu, wo das Regierungspräsidium zwar eine Kreisel- oder Ampellösung sieht, aber nach dem Eindruck aus Haslach die Umsetzung nicht mit der gebotenen Eile verfolgt. Diese sollte nicht erst im Zuge des Baus der Umfahrung erfolgen, sondern schon jetzt, betonte Isenmann.

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