Weihnachtliches Konzert

Langer Applaus für „Karidion Brass“ im Wolfacher Rathaus

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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19. Dezember 2019

Tobias Krieger (von links), Mathias Stelzer, Robert Nelkenstock, Vincent Warratz und Samuel Beagley alias „Karidion Brass“ begeisterten ihr Publikum. ©Andreas Buchta

Das Blechbläserquintett „Karidion Brass“ um den jungen Wolfacher Hornisten Mathias Stelzer begeisterte am Dienstag im vollbesetzten Blauen Salon des Rathauses mit seinem ungewöhnlichen weihnachtlichen Programm. Am Ende standen minutenlanger Beifall und zwei Zugaben.

Mit dem festlichen Klang von „The Joy of Christmas“ begannen die fünf Musiker von „Karidion Brass“ am Dienstag wirkungsvoll ihr Weihnachtskonzert. Neben Stelzer waren das die Trompeter Samuel Beagley und Tobias Krieger, der Tubist Robert Nelkenstock sowie der Posaunist Vincent Warratz. Dann spielten sie drei Sätze des eigentlich für Blockflöten komponierten, aber für Blechbläser arrangierten „Concert No.2 in D“ von John Baston: Von erfrischender Leichtigkeit mit Piccolo-Trompete das „Allegro“, tiefgründig-getragen das „Adagio“ und zum Schluss das fast übermütige „Presto“ mit seiner ausgefeilten Rhythmik und seinem präzisen Zusammenspiel. Eine eindrucksvolle Kostprobe des bemerkenswerten Könnens der jungen Musiker.
In einer ganz eigenen Version für Blechbläser-Kammermusik folgte Georg Friedrich Händels „Halleluja“ – ein ungewöhnlicher Klang einer bekannten Komposition. Aus Giovanni Battista Pergolesis Feder stammt „Stabat Mater“, das auch in der Blechbläserversion, zumal wenn es so gut gespielt wird, seinen ganz eigenen Reiz behielt.

Man muss ihn schon bewundern, den Mut der fünf jungen Musiker, mit dem sie sich an eine kleine Fuge von Johann Sebastian Bach ­heranwagten. Das Wagnis gelang: die Bläser wurden dem hohen musikalischen Anspruch des Barockkomponisten durchaus gerecht, macht man bei der Eleganz der Fuge ein paar kleine, der Instrumentierung geschuldete Abstriche. Mit einem Satz des von der Romantik geprägten „Quintett Nr. 2“ von Victor Ewald ging es in die Pause.

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Schräg gezogene Posaunentöne

Der zweite Teil widmete sich hauptsächlich etwas weniger ernster Musik. Da war Stelzers Lieblings-Weihnachtsmelodie von „Rudolph, the red-nosed Reindeer“, das die fünf mit viel Schwung und einer Portion Übermut spielten. Von der Tuba lustig rhythmisiert und mit schräg gezogenen Posaunentönen akzentuiert. Bei „Wir sagen euch an“ und „Tochter Zion“ waren die Zuhörer zum Mitsingen aufgerufen. Dem kamen sie freudig nach (Stelzer: „Gesang war okay.“).

Ein mitreißendes Intermezzo aus Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ leitete über zu einem Höhepunkt des Abends, der das ganze Können der Bläser forderte: Die „Jazz-Suite Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch: In dieser Instrumentierung und so gekonnt interpretiert ganz einfach atemberaubend. Mit einem „jazzlastigen“ Weihnachtsmedley, bei dem, stark verfremdet, so manches bekannte Weihnachtslied her­auszuhören war und unter langem Beifall der begeisterten Zuhörer ging das Konzert zu Ende. Die Musiker bedankten sich für den Applaus mit zwei ausgelassenen Zugaben.

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