Schramberg

Lichtblick für Tunnel-Pläne zu Schrambergs Talstadtumfahrung

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21. November 2020

2016 wurde in Schramberg voller Vorfreude ein Dankes-Transparent gehisst – dann folgte eine erneute Vollbremsung des Projekts. Erst seit 2019 lief schließlich die Grundlagenermittlung, die nun Basis für die weitere Planung und neue Hoffnung ist. ©Martin Himmelheber

Schrambergs Talstadtumfahrung, neben Haslachs B 33-Umfahrung das zweite Nadelöhr zwischen Kinzigtal und A 81, macht einen Schritt voran: Das Bundesverkehrsministerium billigt die weitere Planung des 160-Millionen-Euro-Projekts.

Haslach ist nicht allein: Auch Schramberg ist seit Jahrzehnten ein Verkehrs-Nadelöhr auf der Querverbindung zwischen den Autobahnen 5 und 81. Bis sich das ändert, wird noch einige Zeit vergehen – doch immerhin gibt es mit der jüngsten Entscheidung aus dem Bundesverkehrsministerium einen Lichtblick für Stadt und Region.

Zwei Tunnels auf 3,5 Kilometern

Bereits am Dienstag stimmte das Ministerium dem Einstieg in die weitere Planung durch die Straßenbauverwaltung des Landes zu. Vorausgegangen war eine sogenannte „vorgeschaltete Grundlagenermittlung“. Die sollte neben der generellen Machbarkeit auch die voraussichtlichen Kosten bewerten. Basis der Bewertung war die sogenannte „Hess-2-Variante“ mit zwei großen Tunneln auf gut 3,5 Kilometer Strecke. „Die Aufwendungen zur Herstellung und Ausstattung dieser Bauwerke für einen sicheren Straßenbetrieb verteuern die Maßnahme erheblich“, heißt es in der Mitteilung aus dem Landesverkehrsministerium vom Dienstag. Doch sei die Ortsumfahrung nur mit Tunneln und kostspieligen Abweichungen von den Richtlinien überhaupt realisierbar.

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Rund 160 Millionen Euro Gesamtkosten sind nach der Grundlagenermittlung aktuell veranschlagt. „Unter Einbeziehung aller vorhandenen Aspekte konnte im Ergebnis ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis errechnet werden, was die Bauwürdigkeit der Talstadtumfahrung bestätigt“, heißt es aus Stuttgart.

Komplizierte Lösungssuche

„Die Ortsumgehung ist für die Stadt und für die gesamte Region von hoher Bedeutung“, wird Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, in der Mitteilung zitiert. „Ziel und Herausforderung ist nun, eine Lösung zu entwickeln, die den Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gerecht wird.“

Die vorliegende Zustimmung des Bundes sei das erste Etappenziel, schreibt das Landesministerium. Auch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer begrüße die Entscheidung: „Bund und Land ziehen hier trotz der hohen Kosten an einem Strang mit der Region.“ Noch braucht es aber dennoch einen langen Atem: Nächster Schritt sei die Vorplanung, an deren Ende die „Vorzugsvariante“ bestimmt sein soll.

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