Bad Rippoldsau-Schapbach

Liste der Hochwasserschäden im Oberen Wolftal ist lang

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18. April 2019
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Im Holzwald sind an der Wolf bereits Bachmauern eingestürzt, andere sind dort unterspült. ©Anna Teresa Agüera

Die Liste der Hochwasserschäden und von Stark­regen gekennzeichneten Flächen in Bad Rippolds­au-Schapbach ist lang, davon überzeugte sich am Dienstag der Technische Ausschuss. Eine Hochwasserkonzeption soll nun helfen, nach und nach die Schäden zu beseitigen.

Rund drei Stunden war der Technische Ausschuss der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach am Dienstagabend unterwegs. Ihr Ziel: Baustellen, anstehende Projekte und von Hochwasser geprägte Gewässer in der Gemeinde. »Es ist dienlich, das alles mal praktisch gesehen zu haben«, betonte Bürgermeister Bernhard Waidele. 

Angefangen im Holzwald, arbeiteten sich die Räte Richtung Rathaus das Tal hinab. Morsche oder beschädigte Geröllsperren, eingestürzte Bachmauern oder abgesenkte Grundstücke: Es gibt einige Gewässer in der Gemeinde, die von Hochwasser oder Stark­regen gekennzeichnet sind. Auch die Wolf zeigt einige Spuren. Zum Beispiel auf Höhe des ehemaligen Sägewerk-Standorts im Holzwald. Dort hat sich das Bachbett abgesenkt, und die Bachmauer ist auf der Straßenseite unterspült. Das Straßenbauamt habe das aufgenommen, so Waidele. Nach und nach, wenn die wirtschaftliche Lage weiter so gut bleibe, soll das saniert werden. Auf der anderen Seite der Wolf sind Teile der Bachmauer schon eingestürzt und im Fluss gelandet. »Da muss man auf jeden Fall was machen«, so Waidele. Mit dem Grundstückseigentümer wolle man das Gespräch suchen. Der Bürgermeister betonte aber auch, dass die Gemeinde für die Sicherung der Ufer zuständig sei. 

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Glaswald und Grafenbächle

Weiterer Anlaufpunkt war der Glaswald. Dort zeigte Gabriel Mira, wie Teile seines Grundstücks in den Bach eingebrochen sind und große Steine nun im Bach verteilt liegen – »absichern müssen wir das«, so Mira, und Waidele fügte hinzu, dass man den Bach freimachen müsse. Auch das Grafenbächle­ in Bad Rippoldsau haben sich die Räte genauer angeschaut. Bei Starkregen lupft es dort unter anderem die Gullideckel. 

Das alles soll in eine Hochwasserkonzeption aufgenommen werden, bekräftigte Waidele und bat die Räte um Zustimmung, das in die Wege zu leiten. Zuerst will die Gemeinde Kontakt mit einem Ingenieurbüro aufnehmen. Die Experten sollen dann in einer Gemeinderatssitzung ein solches Konzept vorstellen und erläutern, welche Kosten dafür auf die Gemeinde zukommen. Die Räte stimmten Waideles Vorschlag zu. 

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