Haslach im Kinzigtal

Literarische Hansjakob-Wanderwoche wurde abgesagt

Alois Krafczyk
Lesezeit 2 Minuten
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06. Juli 2020

Ein Bild aus besseren Tagen: Rast und Gedankenaustausch mit Wanderführer Martin Lietzau (Zweiter von links) auf dem Dierlisberg. ©Alois Krafczyk

Die literarische Wanderwoche zu den Originalschauplätzen Hansjakobscher Erzählungen kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht veranstaltet werden. 

Aus ganz Deutschland kommen seit mehr als 20 Jahren jedes Jahr zahlreiche Besucher ins Kinzigtal, in die Heimat Heinrich Hansjakobs, um hier in der ersten Septemberwoche zu den Originalschauplätzen Hansjakobscher Erzählungen zu wandern.

In diesem Jahr wäre die Hansjakob-Wanderwoche zum 22. Mal veranstaltet worden. Doch wie so viele andere Veranstaltungen auch wurde sie aufgrund der Corona-Krise abgesagt.

Bei den vielen Teilnehmern, in aller Regel täglich zwischen 50 und 80 Mitwanderern, wäre es nicht möglich gewesen, die Sicherheitsabstände einzuhalten. Zu diesen Wanderungen gehören auch immer wieder Zwischenstationen, bei denen die Teilnehmer viel Wissenswertes über Heinrich Hansjakob sowie Land und Leute erfahren – allein deswegen kommen auch so viele zu diesen literarischen Wandertagen.

Gerade hier stehen die Teilnehmer gewöhnlich dicht an dicht. 

Zahlreiche Anmeldungen

Schon zu Beginn des Jahrs gab es zahlreiche Anmeldungen für Quartiere. Und Martin Lietzau hatte schon frühzeitig die meisten der Touren geplant – in das Reich der Bauernfürsten und Hirtenbuben, zum Vogt auf Mühlstein sowie ein Tagesausflug zur Klosterinsel Reichenau waren vorgesehen.

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Dort hätten sich die Teilnehmer auf die Spuren von dem aus Altshausen stammenden Klostermönch Herimann dem Lahmen  begeben, dem Heinrich Hansjakob eine Biographie gewidmet hatte. 

Mit dem sich verbreitenden Coronavirus Mitte März wurde schnell klar, dass die Hansjakob-Wanderwoche in diesem Jahr abgesagt werden muss. Die aufgelisteten Mitwanderer wurden bereits schriftlich darüber informiert.

Volles Verständnis

Vielfach wurde diese Absage sehr bedauert, aber allenthalben gab es volles Verständnis dafür und alle, die mit den Verantwortlichen Kontakt hatten, drückten die Hoffnung aus, dass es im kommenden Jahr wieder etwas werde, wenn es heißt „Nimm den Wanderstab zur Hand und steig in Haslach aus. . .“.

Nicht wenige der Stammgäste haben angekündigt, trotz der Absage in diesem Jahr wieder zu kommen, um sich dann eben alleine auf Tour oder Ausflug zu begeben und sich gegebenenfalls im kleinen Kreis mit Wanderfreunden zu treffen. 

Ausgefallen ist auch die Mitte Juni vorgesehene Tagesfahrt für Storchen- und Hansjakobfreunde, die diesmal nach Oberschwaben und damit den Reisespuren Heinrich Hansjakobs gefolgt wäre, gleichzeitig aber auch mit Störchen vertraut gemacht hätte. Auch für dieses Programm gibt es nur die Aussicht, dass es im kommenden Jahr wieder klappen möge.
 

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