Besuch in Hausach

CDU-Frau Marion Gentges informiert sich über Schulbauprojekt

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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17. Mai 2018

Bürgermeister Wolfgang Hermann erklärte der Landtagsabgeordnete Marion Gentges (CDU) das Schulbauprojekt. ©Andreas Buchta

Die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges war am Donnerstag zu Besuch in Hausach. Dabei ging es vor allem um das Schulbauprojekt Gemeinschaftsschule Hausach und das Kinzigtalbad.

Als »spannendes Themenfeld« bezeichnete Bürgermeister Wolfgang Hermann am Donnerstag beim Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Gentges das Kinzigtalbad. Die gute Konjunkturlage drohe die Preise bei den Ausschreibungen in die Höhe zu treiben, doch  80 Prozent der Arbeiten seien bereits ausgeschrieben und: »Bisher hatten wir Glück.« 

Kostenüberschreitung von 4,9 Prozent

Wie Bauamtsleiter Herrmann-Josef Keller berichtete, sind für das Hallenbad Arbeiten für 9,3 Millionen ausgeschrieben bei einer Kostenüberschreitung von 4,9 Prozent; beim Freibad gibt es eine Unterschreitung um 150 000 Euro bei einer Ausschreibungssumme von 2,7 Millionen. Dabei müsse die Stadt für das Freibad 100 Prozent der Kosten tragen, beim Hallenbad 60 Prozent.

Das Bad bedeute viel für den Tourismus, die Bürger und die Schulen, befand Gentges. Sie hält das Bad für unentbehrlich für die Raumschaft. »Überall werden Bäder geschlossen und Sie machen ein neues«, attestierte sie der Stadt Mut. Durch die interkommunale Lösung sei auch die Landesförderung entsprechend positiv ausgefallen, bemerkte Hermann.

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Für den Schulbau für die Gemeinschaftsschule veranschlagte der Bauamtsleiter etwa fünf Jahre Bauzeit in mehreren Abschnitten – bei laufendem Betrieb: »Da verlangen wir den Schülern und Lehrern einiges ab.« 

Besondere Attraktivität

Die Förderung sei zwar gut, meinte der Bürgermeister; allerdings sei die Belastung für Hausach bei 80 Prozent auswärtigen Schülern doch sehr hoch. »Aber wir sind froh, Schulstandort zu sein«, sagte er, wünschte aber »wegen der Planungssicherheit« vom Land mehr Beständigkeit in der Schulpolitik. Gentges sah diese Beständigkeit sich bereits abzeichnen. »Die Zeiten der Strukturreformen sind vorbei«, stellte sie fest. Derzeit gehe es vorrangig um Qualitätsfragen. Sie bescheinigte Hausach mit dem G9-Gymnasium eine besondere Attraktivität. Auf ihre Frage nach der technischen Ausstattung der Schulen attestierte Stadtkämmerer Werner Gisler »Nachholbedarf«: »Da muss noch einiges auf Stand gebracht werden.«   Zur schulischen Personalfrage sagte die Abgeordnete, es seien vor allem im Grundschulbereich nicht genügend junge Lehrer am Markt. Man wolle die Lücke vorübergehend mit jungen Gymnasiallehrern schließen. Das Personalproblem ergebe sich auch durch die gute Konjunktur mit den hohen Gehältern in der Wirtschaft. 

Enorme Kosten

Auch die immer teurer werdende Schülerbeförderung, im ländlichen Raum eine absolute Notwendigkeit, wurde angesprochen und die Knappheit an Gewerbegebiet, die keine Neuansiedlung von Betrieben zulasse. Der Breitbandausbau mit all seinen Schwierigkeiten für die Außenbereiche und den enormen Kosten kam ebenfalls zur Sprache. »Es muss zukünftig auch der hinterste Schwarzwaldhof versorgt sein – das ist heute Grundversorgung«, fand die Abgeordnete. 
Und für die Offenhaltung der Landschaft wünschte sich Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Kohmann, dass man günstiger und unbürokratischer an das zur Förderung notwendige Mindestflurkonzept kommen könne. 
Zum »Flaschenhals Haslach«, der auch Hausach belaste, sprach Gentges die Hoffnung aus, dass im Herbst die entsprechende Entscheidung komme.
 

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