Johanna M. Schwidergall

"Matoke, Mangos und Moskitos“ heißt ihr Buch über Uganda

Autor: 
Reinhold Heppner
Lesezeit 3 Minuten
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09. November 2019

Maria Schwidergall (Mitte) präsentiert am Donnerstag im katholischen Gemeindehaus in Haslach ihr neuestes Buch „Matoke, Mangos und Moskitos“. Seitens der katholischen Arbeitnehmerbewegung bedankten sich Gotthard Vetter und Dorit Kern. ©Reinhold Heppner

In einer Veranstaltung der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Haslach präsentierte Johanna M. Schwidergall am Donnerstag in Haslach ihr neuestes Buch „Matoke, Mangos und Moskitos“.  Darin geht es rund um Uganda.

Die gebürtige Schwäbin Johanna M. Schwidergall, die heute in Hornberg lebt, ehemals im Beruf als Bankkauffrau tätig, entdeckte ihre Liebe zu Afrika im Zusammenhang mit verschiedenen Hilfsprojekten innerhalb des Diözesanverbandes Rottenburg und Stuttgart. In Haslach ist sie in der katholischen Arbeitnehmerbewegung als zweite Vorsitzende aktiv. 

Mit Eintritt in den beruflichen Ruhestand zog sie 2008 mit Hab und Gut für zwei Jahre nach Masaka (Uganda) – eine Stadt mit 60 000 Einwohnern, die rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Kampala liegt. Ihr Ziel war und ist es, insbesondere Frauen und Mädchen zu unterstützen und dies vor allem in hauswirtschaftlichen und medizinischen Bereichen. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland weilte sie jedes Jahr zweimal in Uganda, um dort weiter Hilfe zu leisten.  

Mut für Reise fehlt derzeit

Augenblicklich, und dies bekannte sie an diesem Abend freimütig, fehle ihr aufgrund der dortigen Sicherheitslage der Mut, nach Uganda zu reisen. So bleibe ihr als Hilfe nur der Weg, Geld und Sachspenden dorthin zu schicken. Persönlichen Kontakt habe sie jedoch laufend mit der katholischen Kirchengemeinde mit Pfarrer Denis und weiteren Freunden.

Telefon und Whatsapp sind dabei ihre Kommunikationsmöglichkeiten. Die Lage für die Menschen in der von ihr bereisten und heute immer noch betreuten Region werde immer katastrophaler, resümierte sie. Dies beziehe sich sowohl in politischer Hinsicht als auch in der Versorgung.

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Ihre fast 20-jährige Verbindung und ihre Arbeit für die Menschen in Uganda hat sie jetzt in ihrem Buch „Matoke, Mangos und Moskitos“ festgehalten. Sie schildert in dem Buch verschiedene Erlebnisse und Ereignisse in all den Jahren, viele traurige, aber auch viele schöne Erinnerungen hat sie niedergeschrieben. 

Mit Vorurteilen aufräumen

Matako sei ein traditionelles Essen in Uganda, dass es fast täglich gibt, fast ohne Nährwert, das jedoch satt mache, so Schwidergall. Mit dem Buch wolle sie auch mit Vorurteilen über Afrika aufräumen und ein neues Gespür für die jetzige Lage der Menschen und ihr Leben dort vermitteln. Im zweiten Teil des Buchs schildert die Autorin ihre spirituelle Entwicklung und ihre gewachsene Beziehung zu Gott.

Ausführlich berichtet Schwidergall in ihrem Buch auch über die einzelnen Hilfsprojekte, die bis heute Wirkung zeigen, so die Gründung einer Näh- und Kochschule oder das Zusammenführen vieler kleiner Kaffeeanbauer zu einer Dorfgenossenschaft. Dank einer großen Spendenbereitschaft aus der hiesigen Region und dabei insbesondere aus dem Kinzigtal können immer wieder und dies bis heute Anschaffungen wie Arbeitsmaterial für Schulen und Kindergärten finanziert werden.

So vermittelt das Buch einen tiefen Einblick in das Leben in Uganda. Ihr Buch präsentiert sie in Kürze auch im Haus „La Verna“ bei den Franziskanerinnen in Gengenbach. 

  •  Info: Das Buch kann im Buchladen in Haslach oder in der Buchhandlung Streit in Hausach zum Preis von 7,50 Euro erworben werden. Der ganze Erlös aus den Buchverkäufen fließt in Hilfsprojekte in Uganda.

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