Schiltacher/Schenkenzeller Pfarramt zieht um

Mehr Platz, heller, barrierefrei und kugelsicher

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 3 Minuten
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05. Januar 2018

Die Umzugskisten reichen sich Katrin Ringwald (von links) und Ursula Buzzi durchs Fenster zu. ©Martina Baumgartner

Schnell geschaltet, hatte die evangelische Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell als sich passende Räume für das Pfarramt in Schiltach boten. Der Umzug läuft.

Die vergangenen Tage nutzten Pfarramtssekretärin Katrin Ringwald und die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats Ursula Buzzi um Umzugskartons zu packen: Das evangelische Pfarramt befindet sich ab Montag, 8. Januar, nicht mehr wie gewohnt in der Hohensteinstraße 1, sondern in der Hauptstraße 14 – im Gebäude des ehemaligen Polizeipostens in Schiltach.

Zufällig tat sich die Gelegenheit auf

Dass sich diese Räume für die Verwaltung der evangelischen Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell auftaten, wäre »der pure Zufall« gewesen, so Buzzi: Die Zahnarztpraxis zog im vergangenen Jahr von dort ins Dienstleistungszentrum um, das Steuerbüro vom Erdgeschoss in die ehemalige Zahnarztpraxis in den ersten Stock und deren Räume wurden frei.

Im Zuge der Flächenreduzierung im Eigentum der Landeskirche sowie den Sanierungsarbeiten und Neubauplänen für das Pfarr- und Gemeindehaus in Schiltach musste für die Unterbringung des Pfarramts eine Lösung gefunden werden. »Das neue Büro bietet ausreichend Platz, liegt direkt an der ›Einkaufsmeile‹ und ist immer noch nahe zur Kirche sowie zum Pfarr- und Gemeindehaus«, freute sich Buzzi über die Gelegenheit und packte sie im vergangenen Jahr am Schopf: Schnell wurden sich Vermieter und Kirchengemeinde einig und auch die Vertreter des zuständigen evangelischen Verwaltungs- und Serviceamts Ortenau hatten den Umzug sofort unterstützt. Der Förderverein der Kirchengemeinde übernahm die Kosten für die Malerarbeiten im Innenbereich. 

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Vier Arbeitsplätze  - ein Team an einem Ort

Es entstanden vier Arbeitsplätze in bereits vorhandenen Räumen, jeweils einer für den kommenden Pfarrer, für die Regionalkantorin Anna Myasoedova und für die Sekretärin Katrin Ringwald sowie für den neuen Diakon. Letzterer vertritt Diakonin Susanne Bühler für die Zeit des Mutterschutzes, beginnt mit einer Viertelsstelle ebenfalls am kommenden Montag und wird hauptsächlich die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde unterstützen. Ringwald hat für sich den Arbeitsplatz am Eingang gewählt, denn von dort kann sie direkt am verglasten Schalter die Besucher des Pfarramts in Empfang nehmen - praktisch gedacht.

Registratur wird zum Archiv und zieht in die ehemalige Waffenkammer um

Auch die ehemalige Registratur, die bisher im Keller des Martin-Luther-Hauses untergebracht war, zieht mit um. Die Vorarbeiten dazu leistete Pfarrer i.R. Hans Saecker aus Offenburg, Er hatte im vergangenen Sommer alle Unterlagen dort eingesehen, geordnet und ein Archiv erstellt.
Das neue Archiv ist in der ehemaligen Waffenkammer der Polizeistation untergebracht. Die kleine Teeküche und die Toiletten werden weiterhin als solche genutzt und die vormalige Arrestzelle ist künftig ein gemütlicher Besprechungsraum: »Kugelsicher verglast«, verrät Ringwald das Relikt aus Polizeipostenzeiten.

 INFO: Öffnungszeiten des evangelischen Pfarramts, Hauptstraße 14, sind: dienstags, mittwochs und freitags 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr. 

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