Bad Rippoldsau-Schapbach

Mehrere Brücken im Oberen Wolftal werden zum Sanierungsfall

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22. Mai 2020

(Bild 1/2) Die Raubrücke in Schapbach soll in diesem Jahr wieder hergerichtet werden – der Technische Ausschuss hat die Brücke am Dienstagabend deshalb unter die Lupe genommen. ©Anna Agüera

Die Raubrücke in Schapbach soll saniert werden, da war sich der Technische Ausschuss am Dienstag einig. Vorher müssen aber die Besitzverhältnisse noch in einem Vertrag geklärt werden. 

„Die Brücken, das ist so ein Thema“, sagt Edgar Schoch, Bauhof-Chef in Bad Rippolds­au-Schapbach. Er war am Dienstagabend gemeinsam mit dem Technischen Ausschuss in der Gemeinde unterwegs. Erste Station der zweieinhalbstündigen Besichtigungstour war die Raubrücke in Schapbach.

Raubrücke

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Gemeinderäte mit ihr befassen, betonte Bürgermeister Bernhard Waidele. Den Zustand der Brücke, die den Wildschapbach mit dem Wolftal-Erlebnis-Radweg und somit mit dem Dorf verbindet, beschrieb Waidele so: „Es gibt nicht mehr viel zu retten.“

Um sie zu flicken wurde der Belag mit Faserplatten ausgelegt. Doch die Träger seien von der Statik her nicht mehr so belastbar.  Er habe versucht, das Geländer wieder herzurichten, aber das mache keinen Sinn“, ergänzte Schoch. Die Verwaltung schlug vor, die Brücke in den Haushalt aufzunehmen. Kosten: zwischen 10 000 und 12 000 Euro. Dabei soll die Tragkraft auf zehn Tonnen reduziert werden. Das würde ausreichen, so Waidele. Die Arbeiten würde der Bauhof übernehmen, „sonst kommen wir mit den Kosten nicht hin“.   Zum Vergleich: Würde die Brücke für einen Verkehr von 30 Tonnen hergerichtet werden, dann liegt der Kostenrahmen laut dem Bürgermeister bei rund 92 000 Euro. „Das brauchen wir nicht“, sagte Franz Günter (FWV). 

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Doch bevor die Brücke tatsächlich angepackt werden kann, muss erstmal geklärt werden, wem die Brücke zu wie vielen Teilen gehört und wer wie viel daran bezahlen muss. Denn die Raubrücke gehört neben der Gemeinde unter anderem auch mehreren Privatpersonen, darunter FBG-Vorsitzender Stefan Schmieder. „Es muss ein Vertrag her, der die Anteile klar regelt“, betonte Schmieder. Dem stimmten auch die Räte zu. Sie  folgten zudem dem Vorschlag der Verwaltung, entsprechende Mittel für die Brücke in den Haushalt mit aufzunehmen.  

Gaisbachbrücke

Edgar Schoch brachte neben der Raubrücke zum Ende der Besichtigung noch weitere Brücken in Spiel: das Dorfbrückle, die Campingplatzbrücke und die Gaisbachbrücke, die letzte Station der Besichtigungstour am Dienstagabend. Immer wieder rücke der Bauhof zum Flicken aus, das koste auch Geld. Und speziell die Gaisbachbrücke sei inzwischen in einem „gefährlichen Zustand“, was den Belag angehe, so Schoch. „Der Untergrund ist noch gut. Bei den Eisenträgern habe ich keine Angst.“ Aber der Belag sei „durch“. „Da brauche ich nichts mehr flicken.“ 

Waidele bat den Bauhof-Chef die Kosten für eine Instandhaltung zusammenzustellen. In einem Monat werde man tiefer in den Haushalt eintauchen, und dann sehen, was möglich sei.  Als Kosten warf Schoch für die Gaisbachbrücke vorab aber schon mal rund 3000 Euro für das Material in den Raum. Die Eigenleistungen des Bauhofs kommen dazu. Innerhalb einer Woche könnte die Arbeit abgeschlossen sein. 

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