Bad Rippoldsau-Schapbach

Mit Kampfkunst auf Verbrecherjagd

Autor: 
Franz Schmid
Lesezeit 2 Minuten
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11. Oktober 2013

Seit seiner Pensionierung ist Manfred Heilig passionierter Gärtner. ©Franz Schmid

Heute feiert der Polizeioberkommissar a. D. Manfred Heilig in Bad Rippoldsau seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich an seinem Ehrentag einer guten körperlichen und geistigen Verfassung.

Geboren wurde Manfred Heilig in Friedrichshafen und nach Beendigung der Oberschule hat er noch neun Monate auf dem Bau gearbeitet, bis er nach Vollendung seines 18. Lebensjahrs mit der dreijährigen Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Biberach (Riß) begann. Die Ausbildung schloss er als Polizeiwachtmeister ab.

1955 wurde der Jubilar zum damaligen Kreiskommissariat Freudenstadt versetzt, wo er 30 Jahre lang im Streifen-, Bezirks- und Verkehrsdienst und zuletzt als Dienstgruppenleiter eingesetzt war. 1985 wurde ihm der Polizeiposten in Bad Rippoldsau-Schapbach als Postenführer übertragen. Nach achtjähriger Tätigkeit wurde Manfred Heilig mit 60 Jahren pensioniert.

Lob und Anerkennung wurde dem strebsamen Polizeibeamten durch den damaligen Innenminister Lothar Späth zuteil, als er im März 1978 als Gruppenführer zusammen mit weiteren Kollegen in Baiersbronn-Obertal die drei bewaffneten Hunsrück-Mörder ohne Anwendung seiner Dienstwaffe festnehmen konnte. Diese spektakuläre  Festnahme ging damals durch den deutschen Blätter- und Illustriertenwald. Während seiner 42-jährigen Dienstzeit hat Manfred Heilig, der zuletzt Oberkommissar war, mehr als 20 bewaffnete Verbrecher festgenommen.

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Trotz der oft schwierigen Situation bei der Festnahme von Verbrechern musste er nie von der Schusswaffe Gebrauch machen, sondern vertraute auf seine Fähigkeiten als Judokämpfer, worauf er heute noch stolz ist. Oft ging er allein, wenn die Polizei wegen Schlägereien gerufen wurde, und war in der Kreisstadt aufgrund seiner Judoausbildung gefürchtet.

Judoverein gegründet

Ab dem  18. Lebensjahr betrieb der heutige Jubilar aktiven Polizeisport als Hand- und Faustballer, aber auch mit Schwimmen und als Judoka war er mehrfach bei den Deutschen Polizeimeisterschaften erfolgreich. Außerdem war er einige Zeit Kampf- und Schiedsrichter in den Sportarten Judo, Schwimmen und Faustball. 1965 führte Manfred Heilig den Judosport im Kreis Freudenstadt ein, als er  beim TSV Freudenstadt die Judoabteilung gründete, die heute zu den erfolgreichsten Abteilungen des Vereins gehört.

Zu den heutigen Hobbys des Jubilars zählt die Gartenarbeit rund um das Wohnhaus in der Wolftalstraße. Mit großer Mühe und Hingabe hat er unter  Mithilfe seiner Frau Lore durch einen Minipark mit Wasserfläche ein Schmuckstück geschaffen, wo allerlei Sträucher und Zierbäume bis hin zur grünen »Hochzeits-Torte« vorzufinden sind.

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