Schenkenzell

Mit Tempo 40 durch Schenkenzell

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juni 2020
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Seit Mitte Juni darf durch den Schenkenzeller Ortskern ab dem Autohaus Fürst bis Landstraße 11 nur noch mit höchstens Tempo 40 gefahren werden. ©Lothar Herzog

Das Prädikat „Luftkurort“ machte es möglich: Auf einem Teilstück durch Schenkenzell gilt inzwischen Tempo 40. Am Mittwoch war die Geschwindigkeitsreduzierung Thema im Gemeinderat.

Seit Mitte Juni gilt in einem rund 600 Meter langen Streckenabschnitt der Ortsdurchfahrt Schenkenzell Tempo 40 (wir berichteten). Wie lange das Tempolimit gilt, hängt vom Prädikat „Luftkurort“ ab. Für die Reduzierung der Geschwindigkeit innerorts auf der Bahnhof- und Landstraße (Bundesstraße 462) hatten Gemeinderat und Verwaltung in der Vergangenheit öfter getagt und gründlich nach Möglichkeiten gesucht. Ursprünglich forderten sie für die Ortsdurchfahrt auf der Bundesstraße Tempo 30, um Lärmbelästigung durch den zunehmenden Schwerlastverkehr zu senken und Schnellfahrer abzubremsen. Über Lärm, Krach sowie Raser hatten sich in der Vergangenheit immer wieder Anlieger und Bürger auf dem Rathaus beschwert. 

Weg war nicht einfach

Doch so einfach die erlaubte Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern herabzusetzen, ist es nicht, wie die Räte feststellen mussten. Weil das überörtliche und klassifizierte Straßennetz von Ortsdurchfahrten wie in Schenkenzell die Funktion besitzt, Verkehre zu bündeln und zügig abfließen zu lassen, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur in Ausnahmefällen und nur auf einem bestimmten Streckenabschnitt möglich. Die einzig übriggebliebene Ausnahme war die aus Lärmschutzgründen in Verbindung mit dem Prädikat „Luftkurort“. 

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Die Gemeinde stellte nach dem Beschluss durch den Gemeinderat im Mai vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag an die Straßenbaubehörde, die zulässige Geschwindigkeit auf dem circa 600 Meter langen Teilstück ab Autohaus Fürst bis Landstraße 11 auf Tempo 40 zu begrenzen. Dann blieb es lange ruhig. Praktisch über Nacht kurz vor Pfingsten wurden laut Bürgermeister Bernd Heinzelmann die Tempo-40-Schilder vom Landratsamt Rottweil angeliefert, die dann das Straßenbauamt in Absprache mit der Gemeinde aufgestellt hat. Normalerweise werde er in solchen Angelegenheiten vom Landratsamt schriftlich benachrichtigt. Diesmal sei die gute Nachricht per Mail in der Zeit eingegangen, als er im Urlaub gewesen sei. Die sei dann leider untergegangen, räumte der Bürgermeister am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung ein. 

Prädikat „Luftkurort“ behalten

„Was wir vor gut einem Jahr beschlossen und beantragt haben, wurde endlich umgesetzt. Darüber bin ich richtig froh. Dann wird mal der Lärm reduziert und das Ausparken an Geschäften entspannter. Aber manche Verkehrsteilnehmer jucken die Schilder überhaupt nicht“, stellte Heinzelmann schon erste Verstöße fest und informierte über die mit dem Tempolimit noch verknüpfte Bedingung: „Wenn wir Tempo 40 länger behalten wollen, müssen wir das Prädikat ‚Luftkurort‘ immer wieder rezertifizieren lassen. Dazu müssen wir im Abstand von fünf Jahren Messungen in Auftrag geben“, gab der Bürgermeister bekannt. Letzteres ist erst wieder 2025 der Fall, nachdem erst Anfang des Jahres das Prädikat vom Regierungspräsidium Freiburg bestätigt wurde (wir berichteten).

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