Wolfach-Kirnbach

Moosenmättle-Open-Air bietet Spektakel bis tief in die Nacht

07. August 2017
&copy Andreas Buchta&copy Andreas Buchta&copy Andreas Buchta

Das Moosenmättle-Open-Air auf fast 800 Metern Höhe ist weit über die Region hinaus ein von Hunderten Fans ungeduldig erwartetes Rockereignis mit Kultcharakter. Auch die 35. Auflage, auf den Tag genau 34 Jahre nach der Premiere, war am Samstag bestens besucht.

Opener für das 35. Moosenmättle-Open-Air am frühen Samstagabend war der junge Wolfacher Dominik Faitsch, der Verstärkung durch Anna Philoan und Fabian Oehler mitgebracht hatte. Bis tief hinein in die Nacht folgte ein geballtes Programm voller Musik.

Faitsch ließ mit Songs aus seinem Erstlings-Album »Neurotisch-Orthodox« mit musikalischem und lyrischem Anspruch aufhorchen. Seine Lieder bieten melodisches Suchtpotenzial. Sie behandeln die Spannung zwischen Aufmüpfigkeit und sarkastischer Beschreibung der äußeren Umstände und der Gemüts-Zustände. Auch Lieder seiner Gäste waren zu hören. 

Fesselnde Melodien

Melodischen Punkrock mit einem Schuss Hardcore brachte das Trio »Stereo Dynamite« auf die Bühne. Die Freiburger präsentierten mit Wucht und Melodien, die sich im Ohr festkrallten, ihre neuesten Songs wie »A Place To Stay«, »Generation Zero« oder »If We Fall Down«. Aus Frankfurt kam als besonderer Hörgenuss die fein austarierte, präzise Mischung aus Rock, Heavy und Indie, die Horst Roxel, Steffen Wolf, Hagen Pommerson und Wayne Henner von »Lady Moustache« in einer spektakulären Show unters Volk jubelten.

Zur Präsentation von Morgan Finlays Musik-Film-Projekt »Frames« wurde eine längere Umbauphase notwendig – die erste von mehreren Gelegenheiten für das kanadische Duo »David Celia und Marla«, die Wartezeit mit Folk auf ihren Gitarren und mit faszinierenden Stimmen zu verkürzen.

Dann trat Finlay, der »kreativ Rastlose« aus Vancouver, in Aktion und vertonte live mit seiner Gitarre und seiner markanten Stimme die Moosenmättle-Edition seines Filmprojekts »Frames«. Die Bilder hat er auf Touren durch viele Länder gesammelt: Zu Szenen vom Aufbrechen und Ankommen auf Flughäfen, zu seinen Fahrten durch die endlosen Wälder von British Columbia, durch die Metropolen und entlang der Strände Spaniens sang und spielte Finlay seine Songs voller Fernweh und Poesie. 

»My sleeping Karma« überraschte mit psychedelisch angehauchter, rein instrumentaler Rockmusik, bei der reichlich Metal wie bei »Iron Maiden« mitschwang. »Psychedelic Groove Rock« nennen sie selbst ihren Stil. Ihre Gitarrenstücke, minimalistisch aufgebaut und mit viel Emotion und noch mehr Dynamik aufgeladen, zogen die Fans mit ihrem unwiderstehlichen, hypnotisierenden Sound in Bann. 

 

 

Lautstarker Nachschlag 

Nach Mitternacht kam Marius Tilly mit seinen zwei Mitmusikern zum Zug. Deutliche Einflüsse von »Led Zeppelin« oder »Rival Sons« waren in den Rocknummern zu hören.

Die Nachtschicht für die vielen noch ausharrenden Fans schließlich übernahmen um 2 Uhr die vier Unverwüstlichen von »Desaster Area« aus Wolfach mit ihrem, wie sie es nennen, »unverkopften Punk ’n’ Roll«. Ganz bescheiden bezeichnen sie sich selbst als »die lauteste Rockband der Galaxis« und setzten bis weit in die Nacht alles daran, dieser Messlatte gerecht zu werden.

Autor:
Andreas Buchta

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