Hausach

Muettersproch-Gsellschaft freut sich in Hausach über Zuwachs

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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08. April 2019

Die Hausacher Trachtenkinder tanzten sich bei der Hauptversammlung der Muttersprochgsellschaft in die Herzen der Muettersprochler in der Hausacher Stadthalle. ©Andreas Buchta

Es war die letzte Mitgliederversammlung der MuettersprochGsellschaft bei einer Regionalgruppe, die am Samstag in der gut besetzten Hausacher Festhalle über die Bühne ging. Künftig will der Verband seine Hauptversammlungen nur noch in Freiburg abhalten.

Mit einem Vers von Eugen Falk-Breitenbach über die geliebte Muttersprache begrüßte Gastgeberin Ursula Aberle, Vorsitzende der Gruppe Kinzig-, Wolf- und Gutachtal der Muettersproch-Gsellschaft, die vielen Gäste zur Hauptversammlung des Verbands, bevor die 48 Kinder der Trachten- und Volkstanzgruppe Hausach-Einbach die Bühne enterten. Sie zeigten hinreißende Tänze, sagten alemannische Gedichte auf und ernteten begeisterten Beifall. Die Landfrauen kümmerten sich um die kulinarische Seite des Nachmittags. 
»Diesmol sin mer bei de Niederalemanne im Kinzigtal z Hausach«, eröffnete der Präsident der Muettersproch-Gsellschaft, Franz-Josef Winterhalter, den offiziellen Teil der Hauptversammlung. Es gebe aktuell etwa sieben Millionen alemannische Dialektsprecher, untermauerte er die Bedeutung des Vereins. Der Verein selbst habe 2480 Mitglieder, davon 43 Neuzugänge allein im letzten Jahr – eine stattliche Zahl, angesichts derer es einem nicht bange sein müsse um die Mundart.

Bürgermeister Wolfgang Hermann verriet in seinem Grußwort, er habe bei seinem ersten Besuch einer Sitzung der Muettersproch-Gsellschaft kein einziges Wort verstanden. Die Mundart müsse gepflegt werden, denn sie stifte Identität ebenso wie Identität die Sprache präge. Auch eine Vertreterin der elsässischen René-Schickele-Gesellschaft und der Basler Elsassfreunde grüßten die Gäste.

»Mundart an der Schule«

Zu den Aktivitäten 2018, auf die der Präsident zurückblickte, gehörte das große Projekt »Mundart an der Schule« an 21 Schulen im alemannischen Sprachraum, auf Youtube wurden Porträts alemannischer Autoren gezeigt und ein Bilderbuch »Meine ersten tausend Wörter«“ wurde herausgegeben. Im Dezember gab es im Stuttgarter Neuen Schloss eine große Mundarttagung. Darüber hinaus hab sich der Verband »werbetechnisch neu aufgestellt«. 

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Die Werbematerialien könnten kostenlos von den Gruppen ausgeliehen werden. In Bad Säckingen und Radolfzell wurden große Mundartnächte durchgeführt. Eine solche bot der Präsident auch Bürgermeister Wolfgang Hermann für Hausach an – vorausgesetzt, die Halle werde gesponsert.

Mundart-Wettbewerb

Als besonderes Projekt wurde die überarbeitete Neuauflage des alemannischen Wörterbuchs vorgestellt, von dem wegen der guten Nachfrage bald eine weitere Auflage fällig werde. Winterhalter kündigte einen Wettbewerb »Mundart in der Schule« an, er will neue Videos drehen und eine »Alemannen-App« erstellen lassen. Und er ließ durchblicken, dass er nach einem Nachfolger für sich zur nächsten Vorstandswahl Ausschau halte.

Kassiererin Martha Mayer berichtete von einem erklecklichen Überschuss in der Verbandskasse. »Jetzt kenne mir in dem Johr weiterschaffe«, freute sich Franz-Josef Winterhalter. Zuvor verabschiedete er mit Blumen die langjährige Beisitzerin Margot Müller. Als Nachfolgerin wurde einstimmig Ingrid Mächler gewählt.

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