Bilanz im Gemeinderat gezogen

Musikschule Haslach: „Es ist keine einfache Zeit gewesen“

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13. Juni 2021
Inzwischen ist die Musikschule auch im Haus der Musik wieder komplett im Präsenzunterricht.

Inzwischen ist die Musikschule auch im Haus der Musik wieder komplett im Präsenzunterricht. ©Archivfoto: Lars Reutter

Die Zweigstelle Haslach der Musikschule Offenburg/Ortenau hat im Gemeinderat ihren Jahresbericht erläutert. In Zeiten von Corona war dabei viel Flexibilität gefragt. Die meisten Schüler hielten die Trreue.

In der Haslacher Stadthalle waren am Dienstagabend Vertreter der Musikschule zu Gast − allerdings noch nicht für ein Konzert, sondern um im Gemeinderat eine Bilanz zu ziehen. Diese fiel gemessen an den schweren Umständen durch die Corona-Pandemie gut aus. Denn die Musikschule tat alles dafür, um gut mit den Schülern durch diese Zeit zu kommen.

Zu Beginn des Tagesordnungspunkt stellte Geschäftsführer Walter Glunk und der fachliche Leiter Peter Stöhr die Musikschule im Gesamten vor. „Es ist keine einfache Zeit gewesen“, sagte Glunk in die Vorstellung ein. Die insgesamt sechs Zweigstellen der Musikschule betreuten zuletzt 3000 Schüler. Die noch in der Präsentation angezeigten 3600 seien nicht mehr korrekt, da wegen der Corona-Pandemie die Anmeldezahlen zurückgegangen seien.

Umfangreiches Angebot

Besonders Kinder würden von den Eltern eher zögerlich angemeldet, wenn nicht klar sei, ob die Kurse überhaupt stattfinden könnten. Auch die Frage nach Präsenzunterricht spiele eine große Rolle, denn musikalische Früherziehung oder Anfänger-Angebote würden nur in Präsenz richtig Sinn ergeben.

Peter Stöhr ging auf das umfangreiche Angebot ein, das für Kinder ab elf Monaten beginnt, aber auch Senioren bis ins hohe Alter sind unter den Schülern. Dabei gibt es auch Angebote für Menschen mit Behinderung sowie Kooperationen mit Musikvereinen. Auch gibt es eine große Anzahl von Bands, Ensembles und Orchestern. Normalerweise habe man um die 300 Veranstaltungen pro Jahr – in der Corona-Pandemie sind fast alle ausgefallen. „Wir stehen jetzt aber wieder in den Startlöchern“, sagte Peter Stöhr,.

Dank für Loyalität 

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Über die Situation in Haslach informierte Zweigstellenleiterin Lucia Krämer-Stöhr. Haslach sei die größte der Zweigstellen im Kinzig- und Harmersbachtal mit 391 Unterrichtsbelegungen in 30 Fächern (Stand: 31. Mai 2021). Die Altersspanne der Schüler reiche von null bis 77 Jahren. Die Corona-Pandemie habe die Lehrkräften sehr viel abverlangt.

Man habe schnell in alternative Unterrichtskonzepte – per Videoschalte beispielsweise – gewechselt. Zur Verbesserung der Situation wurde die Internetverbindung im Haus der Musik aufgerüstet. Lehrer wurden bei der Anschaffung von Hardware und Fortbildungen unterstützt. Und viele der Informationsangebote wurden ebenfalls ins Internet verlegt.

Wer keinen Online-Unterricht wollte oder wo das nicht möglich war, wurden die Kosten erstattet. Die teils tagesaktuelle Umstellung der Unterrichtspläne habe viel Flexibilität gefordert. In dieser schweren Zeit sei die Musikschule für die Unterstützung durch die Stadt Haslach und für die Loyalität der Schüler sehr dankbar. Denn es habe „erstaunlich wenige Abmeldungen“ gegeben.

Es geht aufwärts

Bei den Anmeldungen hakt es aber noch und dies auch weil die Infotage ausfallen mussten. „Unser Ziel ist es aber wieder auf die 500er-Marke zu kommen“, gab sie sich kämpferisch und optimistisch. Zumal sie auch freudig davon berichten konnte, dass am Dienstag erstmals wieder das Blasorchester hätten proben können.

Es geht also aufwärts und immer hin habe man in der Pandemie gerade in Sahen Online-Nutzung auch viel gelernt, konnte Lucia Krämer-Stöhr dieses Zeit auch etwas Gutes abgewinnen.

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