Elektro Schmid in Schenkenzell

Nach 40 Jahren steht ein Generationenwechsel an

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 3 Minuten
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15. September 2018

Bernd Heinzelmann (von links) gratuliert Wolfgang und Doris Schmid zum Firmenjubiläum. ©Martina Baumgartner

Elektrikermeister Wolfgang Schmid arbeitet seit 40 Jahren selbstständig in seinem Beruf. Sein Unternehmen in Schenkenzell übergibt er noch in diesem Jahr an seinen Sohn Daniel Schmid.

Im Rahmen seiner Besuche in Schenkenzeller Unternehmen gratulierte Bürgermeister Bernd Heinzelmann Elektrikermeister Wolfgang Schmid zu seinem 40-jährigen Firmenbestehen. 

Nach seiner Lehre im Schiltacher Betrieb von Wolfgang Wölfle zog es Schmid nach Stuttgart und Freudenstadt und, nachdem er seine heutige Frau Doris Schmid kennengelernt hatte, zurück nach Schenkenzell. Die Vorzeichen für eine Selbständigkeit standen günstig, denn das in Schiltach ansässige Elektrikergeschäft im Gebäude der heutigen Sparkasse schloss. So probierte  Schmid 1978 erste Schritte als Unternehmer im Keller seines Elternhauses in der Hoffeldstraße aus. »Eigentlich wollte ich nie ein eigenes Geschäft haben, doch mir gefiel es im Freudenstädter Betrieb nicht und so kam eins zum anderen«, erinnert sich Schmid im Gespräch mit dem Bürgermeister.

1981 reichte der Platz nicht mehr aus und der Familienbetrieb zog in Ladengeschäftsräume in die Reinerzaustraße um. Schließlich kaufte der Elektrikermeister 2012 das heutige Geschäftshaus ebenfalls in der Reinerzaustraße und richtete dort Laden, Werkstatt und Büro ein. »Meine Frau und ich haben immer schon in familiärem Rahmen gearbeitet und insgesamt neun Lehrlinge auf den Weg gebracht«, so der Schenkenzeller. 

Nachfolge ist gesichert

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Sohn Daniel Schmid besuchte bis 2010 die Meisterschule in Konstanz und ist nach deren Abschluss im elterlichen Betrieb tätig. Er soll das Geschäft in diesem Jahr übernehmen, plant die Familie.  Der Bürgermeister lobte das wirtschaftliche Engagement des Elektro-Fachhandels vor Ort und erkundigte sich nach den Schwierigkeiten, die der Betrieb meistern muss. Wie alle Fachhändler und Handwerker, nicht nur im ländlichen Raum, könne Schmid im Verkauf oft die Preise des Onlinehandels nicht bieten. Teilweise müsse er sogar teurer einkaufen, als Massenhändler dort anbieten würden, so Schmid. Ein kleineres Ladengeschäft im ländlichen Raum würde sich wirtschaftlich nicht rechnen, so Schmid, und seines sei ein zusätzlicher Service, was fachliche Beratung und Verkauf anginge, was Familie Schmid ihren Kunden erhalten möchte. 

Generell sei die Auftragslage der Handwerker gut. »Leider gibt es immer weniger junge Leute, die bereit sind, ein Handwerk zu erlernen. Fachkräfte werden wegen des Mangels immer begehrter«, erklärte Schmid, der sich auch in der Handwerkerinnung 
engagiert und von Kollegen dasselbe hört. 

Die Anfahrtswege zu Auftraggebern würden für das Schenkenzeller Unternehmen immer länger werden. Zurzeit baut Elektro-Schmid eine Zahnarztpraxis in Offenburg aus. »50 und mehr Kilometer Wegstrecke zur Baustelle sind  keine Seltenheit mehr«, informiert der Elektromeister. 

Doris und Wolfgang sowie Daniel Schmid arbeiten gerne in den familiären Strukturen ihres Betriebs und bilden zurzeit wieder einen Lehrling aus. 

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