Hornberg

Nachruf: Abschied von einer "echten Stütze"

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16. Januar 2022
Horst Laumann war Bühnenwart der Freilichtbühne Hornberg und kümmerte sich zudem um Kulissen und Requisiten.

Horst Laumann war Bühnenwart der Freilichtbühne Hornberg und kümmerte sich zudem um Kulissen und Requisiten. ©Petra Epting

Horst Laumann, viele Jahre Bühnenwart der Freilichtbühne des Historischen Vereins in Hornberg, ist im Alter von 67 Jahren völlig unerwartet gestorben.

Entweder unterwegs mit seinem Roller oder tüftelnd in der Werkstatt: So kannten die Hornberger Horst Laumann. Nun verstarb er unerwartet letzte Woche im Alter von 67 Jahren, nachdem er am frühen Montagmorgen noch ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Seine Frau Eva, Hornbergs Bürgermeister-Stellvertreterin, und alle, die ihn näher kannten, wissen, dass das Leben, das ihm nach der Diagnose der Ärzte drohte, so gar nichts für den stets aktiven und immer umtriebigen gebürtigen Hornberger gewesen wäre. Da ist es zumindest ein kleiner Trost für alle, dass ihm dieses erspart geblieben ist.

Roller, Werkstatt und Verein

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„Sein Roller, seine Werkstatt und sein Verein, das war sein Leben“, sagt Eva Laumann. Damit meint sie neben dem großen handwerklichen Geschick durch das in seiner Werkstatt viele Dingen entstanden und bei denen gelegentlich auch mal sein Humor durchblitzte, vor allem sein Engagement beim Historischen Verein Hornberg. Unzählige Spielsaisons verbrachte das Ehepaar auf der Bühne. Sie als Darstellerin, er hinter den Kulissen.

Für den Historischen Verein Hornberg ist der Tod von Horst Laumann „ein großer Verlust“. „Horst war über viele Jahre Mitglied. 15 Jahre lang bis 2017 hat er sich als Bühnenwart um unsere Freilichtbühne im Storenwald gekümmert. Mit Weitblick, Herzblut und handwerklichem Geschick hat er die Substanz unserer Bühne bewahrt und als Spielstätte weiterentwickelt. Er war immer ein kompetenter Ansprechpartner und Problemlöser für Groß und Klein und für große und kleine Probleme“, sagt Vorsitzender Thomas Bossert.

„Motor und Kamerad“

Selbst nachdem er sein Amt als Bühnenwart weitergegeben hatte, sei er bis zuletzt als Ideen- und Ratgeber, als Mitdenker und Mitwirker und guter Geist aktiv engagiert gewesen. „Mit ihm verlieren wir eine echte Stütze und einen Motor, einen guten Kameraden und Freund. Nicht nur als Vereinsvorsitzenden, sondern auch ganz persönlich hat mich die Nachricht von Horsts überraschendem Tod sehr betroffen und traurig gemacht. Damit spreche ich auch für viele meiner Mitstreiter, die freundschaftlich mit ihm verbunden waren – teilweise über Jahrzehnte hinweg“, so Bossert.
Die Trauerfeier mit Beisetzung findet kommenden Freitag auf dem Hornberger Friedhof statt.

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