70 Jahre Narrenzunft

„Nacht der Narren“ am Samstag in Schiltach

Autor: 
Jana Baier
Lesezeit 3 Minuten
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09. Januar 2020

Die Narrenzunft ist vor allem bekannt für den Schiltacher Teufel. Seine Sage beruht auf dem Stadtbrand von 1533, für den er verantwortlich gemacht wurde. ©Archivfoto: Hans Geiger

Ob Teufel, Zunftrat, Lehensfrau oder Nachtwächter: Seit 70 Jahren feiert die Schiltacher Narrenzunft nun schon Fasnet. Morgen, Samstag, findet anlässlich des Geburtstags die „Nacht der Narren“ in der Friedrich-Grohe-Halle in Schiltach statt.

„Die Narrenzunft steht für eine traditionelle Fasnet im ‚Heimatstädtle‘ Schiltach. Sie ist ein altes Kulturgut, das wir versuchen für die künftige Generation zu bewahren“, erzählt die stellvertretende Zunftmeisterin Alexandra Vondrach. Zum 70. Geburtstag der Schiltacher Narrenzunft findet am Samstag, 11. Januar, ab 20 Uhr in der Friedrich-Grohe-Halle die „Nacht der Narren“ statt. Dazu eingeladen sind mehrere Zünfte. Für gute Stimmung wird die Partyband „Hautnah“ sorgen. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt kostet acht Euro. Es wird laut Ankündigung keinen Einlass unter 18 Jahren geben.

„Die Vorbereitungen für die ‚Nacht der Narren‘ laufen bereits seit ungefähr einem Jahr“, teilt Vondrach mit. „Daran war der Zunftrat beteiligt – allen voran unser Zunftmeister Stefan Wolber, der die Band, die Friedrich-Grohe-Halle und die Security angefragt hatte. Die  restlichen Aufgaben wurden verteilt: Einladungen schreiben und beantworten, Plakate und T- Shirts entwerfen und in Auftrag geben, Essen und Getränke bestellen und noch vieles mehr.“ Am Samstag sind dann circa 40 Personen im Einsatz. Momentan hat die Schiltacher Narrenzunft 350 Mitglieder, davon 60 aktive.

Das Programm 

„Am Anfang der Veranstaltung wird die Stadt- und Feuerwehrkapelle einmaschieren und unseren Narrenmarsch spielen, danach circa 25 Minuten dem närrischen Publikum einheizen“, beschreibt Vondrach das geplante Programm. 
Nach einer kurzen Begrüßung wird ab 21 Uhr die Band „Hautnah“ spielen. Sie besteht aus sechs Mann und wird bis zwei Uhr für Stimmung sorgen. Ab 21 Uhr ist der Zunftmeisterempfang hinter der Bühne mit je zwei Vertretern der eingeladenen Zünfte. Überraschungen im Programm gebe es keine: „Weniger ist manchmal mehr“, erklärt Vondrach. „Wir möchten unseren Gästen einen unvergesslichen Abend bieten: Zeit zum Tanzen, Reden, Glücklichsein.“

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In den vergangenen 70 Jahren habe sich viel verändert. „In der schnelllebigen Zeit ist es manchmal schwierig, alles unter einen Hut zu bringen. Höhen und Tiefen gehören dazu – daraus ergeben sich neue Chancen, neue Ziele“, beurteilt Vondrach die Entwicklung des Vereins. „Wir sind sehr stolz auf unsere Mitglieder, weil der Verein ohne sie nicht funktionieren würde. Eine super Truppe – es passt einfach. Stefan und ich reden außerdem oft über die ‚Alten Zeiten‘, die er als Jugendlicher und ich von Kindesbeinen erleben durfte. Wir sind sehr glücklich, dass die Narrenzunft 1950 gegründet wurde.“

Blick in die Geschichte

1950 ergriffen die aus Wolfach stammenden Georg Brahm und Philipp Armbruster die Initiative und gründeten mit einigen Schiltacher Wirts- und Geschäftsleuten die Freie Narrenzunft. Seit diesem Jahr veranstalteten die Schiltacher alljährlich die „Fasnet für Schiltacher“. Am 16. Januar 1965 beschlossen die Mitglieder dann in einer Gründungsversammlung, die Freie Narrenzunft in einen eingetragenen Verein umzugestalten. Die Narrenzunft Schiltach „Zunft zur Pflege alter Überlieferungen“ war geboren.

Fünf Figuren gehören zur Zunft. Der bekannteste ist der Schiltacher Teufel. Seine Sage beruht auf dem Stadtbrand vom Gründonnerstag 1533. Diesen verheerenden Brand konnten sich die Bürger nicht erklären, und somit entstand die Sage, der Teufel sei dafür verantwortlich gewesen. Weitere Figuren der Schiltacher Narrenzunft sind die Magd des Teufels, die Zunfträte, die Lehensfrauen und der Nachtwächter.

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