Hausach

Nationalpark-Unterstützer in den Startlöchern

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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13. Februar 2014
Die Grindenlandschaft am Wildsee ist eines von vielen lohnenden Zielen für Exkursionen im Nationalpark Schwarzwald.

Die Grindenlandschaft am Wildsee ist eines von vielen lohnenden Zielen für Exkursionen im Nationalpark Schwarzwald. ©Sieglinde Rösch

Die Sektion Mittleres/Oberes Kinzigtal des Freundeskreises Nationalpark traf sich am Dienstag zu einer ersten Sitzung nach der Einrichtung des Parks im »Schwarzwälder Hof« in Hausach.

Die Freude darüber, dass es jetzt endlich »richtig losgeht« war deutlich zu spüren, als sich die Sektion Mittleres Kinzigtal des Freundeskreises Nationalpark am Dienstag zu einer ersten Sitzung nach Einrichtung des Parks traf. Es gab zunächst eine Fülle von Informationen über das Logo, die Standorte der Verwaltung, die personelle Ausstattung und die wichtigsten Aufgaben im ersten Jahr. Wenn im März der Nationalpark-Beirat gegründet wird, wird auch der Freundeskreis, der inzwischen aus 17 Sektionen besteht, mit vier Mitgliedern vertreten sein. Der Beirat hat zwar keine Stimme im Nationalparkgremium, aber eine beratende Funktion, und er kann Tagesordnungspunkte selbst einbringen.

Bereits die ersten Anmeldungen gibt es für die Exkursionen, die die Stadt Wolfach anbietet – obwohl der Flyer erst in der nächsten Woche herauskommt. Am 21. Juni, 26. Juli, 24. August und 20. September werden Führungen im Nationalpark angeboten.
»Das Spannende ist, was sich daraus entwickelt, wenn wir Natur Natur sein lassen«, erläuterte Thomas Waldenspuhl, einer der beiden Nationalparkleiter. Für das Werden, Wachsen und Vergehen gebe es keinen Maßstab des Menschen. In der Kulturlandschaft fehlten zwei wichtige Phasen: die beginnende Phase und die Alters- und Zerfallsphase. Genau diese biete der Nationalpark an. Bis daraus allerdings ein »richtiger Urwald« wird könne es schon 600 bis 800 Jahre dauern. »Aber als im 13. Jahrhundert das Freiburger Münster gebaut wurde, war dem Baumeister auch klar, dass er die Vollendung nicht erleben wird«, verglich Waldenspuhl.

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Ehrenamtliche Aufgaben
Die Aufgaben des Freundeskreises war ein gewichtiges Thema des Abends – schließlich wollen die ehrenamtlichen Mitglieder die Sache produktiv unterstützen. »Der Freundeskreis ist völlig unabhängig und kann Dinge tun, die der Nationalpark als Behörde nicht tun kann«, beantwortete Waldenspuhl die Frage der Mitglieder, was sich die Nationalparkleitung vom Freundeskreis wünsche. Der Freundeskreis müsse seine Aufgaben ausloten. Er könne sich etwa eine Beteiligung an der Einweihung vorstellen und die Unterstützung durch ehrenamtliche Ranger. Derzeit werde ein »Haus der Nachhaltigkeit« diskutiert, auch bei dessen Aufbau könne man sicher Freunde brauchen. Der Freundeskreis habe eine eigene geschäftliche Situation, er könne etwa Sponsoren anwerben und Gelder zur Verfügung stellen, die nicht hoheitlich gedeckt sind. Auch eine eigene Zeitung wäre ein mögliches Projekt. So entsteht gerade ein Pilzflyer, den Freundeskreismitglied Karin Pätzold als Pilzsachverständige ausgearbeitet hat. Die nächste öffentliche Sitzung ist am 20. März.

Diskussion
Zur einem Informations- und Diskussionsabend »Nationalpark Schwarzwald – Chance für Mensch und Natur!?« laden die Freunde des Robert-Gerwig-Gymnasiums für Donnerstag, 3. April, in die Aula der Kaufmännischen Schule in Hausach ein. Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl wird in einem Kurzreferat in das Thema einführen. Schüler haben im Religions- und Biologieunterricht auf das Gespräch vorbereitet, und auch weitere Besucher des Abends sollen Gelegenheit haben, ihre Meinung zu sagen und Fragen zu stellen.

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