Rückschlag bei B-33-Abfahrt

»Nein« für neue Zufahrt ins »Interkom«

Autor: 
Maria Benz
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2013
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Die Prinzbacher Straße führt auf dem Weg durchs Interkom durch eine Bahnunterführung – besonders bei Schwerlastverkehr kommt es so oft zu brenzligen Situationen. ©Maria Benz

Die beiden Mitglieder der Grünen im Landtag Sandra Boser und Andreas Schwarz versprachen bei einem Ortstermin im Juni, sich für eine B-33-Abfahrt ins Steinacher Interkom einzusetzen. Doch nun erhielt Bürgermeister Frank Edelmann eine Absage von der Grünen Staatssekretärin Gisela Splett.

Mit großen Unverständnis nahm Bürgermeister Frank Edelmann das Schreiben der grünen Staatssekretärin Gisela Splett zur Kenntnis, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. In dem Schreiben wiederholt Splett ihre Ablehnungsgründe für den Teilanschluss des »Interkom« an die B 33 – bereits im Mai 2012 hatte sie argumentiert, dass ein neuer Anschluss die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße gefährden würde.

Edelmann hatte sich daraufhin mit der Verkehrspolizei in Verbindung gesetzt, die bestätigt hat, dass eine neue Abfahrt die Sicherheit im Gegenteil sogar erhöhen würde. »Insbesondere die Argumentation zur angeblichen Verschlechterung der Verkehrssicherheit  wurde durch die beteiligten Fachbehörden entkräftigt. Auch die technische Umsetzbarkeit wurde durch den beauftragten Planer nachgewiesen«, führt der Rathauschef in der Pressemitteilung auf.

Splett räumt in ihrem Schreiben zwar ein, dass das Gewerbegebiet eine große Bedeutung für den gesamten Verwaltungsraum hat, verweist aber darauf, dass die Prinzbacherstraße bereits als Verbindung zum Gewerbegebiet zur Verfügung stehe. »Die vorhandene Anschlussstelle Steinach soll in absehbarer Zeit in Verbindung mit dem dreistreifigen Ausbau zwischen Steinach und Haslach mit richtlinienkonformen Ein- und Ausfädelspuren verkehrsgerecht ausgebaut werden. Damit wird die vorhandene Anbindung von Steinach noch weiter verbessert. Die Gemeinde Steinach verfügt dann in nicht einmal einem Kilometer Entfernung von der neu gewünschten Anbindung über einen funktionsfähigen Vollanschluss an die B 33.«

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»Der Hinweis, dass in ferner Zukunft der bestehende Anschluss zum Vollanschluss erweitert wird, läuft ins Leere«, entgegnet Edelmann. Dies sei genau nicht geplant, denn die Örtlichkeit lasse dies nicht zu. »Die Abfahrt aus Richtung Offenburg bleibt auch nach dem Ausbau der B33 Steinach-Haslach eine Notausfahrt, welche insbesondere für Lkws unzumutbar ist.«

Eine grundsätzliche Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Prinzbacher Straße sieht Splett durch einen zusätzlichen Anschluss an die B 33 ebenfalls nicht. Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Steinach müsse die Akzeptanz der Prinzbacher Straße als Zubringer zum Gewerbegebiet gesteigert werden, um Fahrten durch den Ortskern zu vermeiden. Dies könne beispielsweise durch eine Optimierung der Wegweisung geschehen.
Die Staatssekretärin hält die Prinzbacher Straße als ausreichend als Zufahrt fürs »Interkom«: »Selbst bei einer Vergrößerung des Gewerbegebiets ist diese Anbindung trotz der Einschränkungen im Bauwerksbereich der Bahnlinie ausreichend leistungsfähig.«

»Mit dieser Haltung stellt sich die grüne Staatssekretärin Frau Splett frontal gegen eine wichtige gewerbliche Entwicklung im mittleren Kinzigtal«, findet Edelmann und kündigt an: »Wir werden in der nächsten Gemeinderatsitzung die möglichen Auswirkungen für die weitere Entwicklung diskutieren müssen.«

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Die Wunsch-Variante des Steinacher Gemeinderats und des Zweckverbands »Interkom« sieht eine Auf- und eine Abfahrt mit Kreisverkehr vor.
10.01.2014
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