Für Eltern und Erzieherinnen

Neue App „Stramplerbande“ in Hofstetten

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10. April 2020

Zwar ist der Hofstetter Kindergarten „Sterntaler“ derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Über eine App können sich Erzieherinnen und Eltern dennoch leicht austauschen. ©Archivfoto

Eltern und Erzieherinnen des Hofstetter Kindergartens können sich nun über die App „Stramplerbande“ verbinden. Das soll gewohnte Strukturen in der Corona-Zeit erhalten und Papier sparen.

Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth informierte darüber, dass der Kindergarten „Sterntaler“ die „Stramplerbande“, ein internes soziales Netzwerk eingeführt hat.

„Unsere Erzieherinnen stellen Bastelanleitungen, Videos und kleine Hilfen, Rituale für Kinder und Eltern hier ein, sodass während der kindergartenlosen Zeit die gewohnten Strukturen nicht ganz verloren gehen“, erklärt er.

Den Papierberg reduzieren

Mit dem Tool will der Rathauschef zudem „den bisherigen Papierberg für Einladungen, Erinnerungen und so weiter möglichst auf Null reduzieren und so auch was für die Ressourcen und Umwelt tun“. 

„Wir möchten einen Raum schaffen, in dem wir uns in einer sicheren Umgebung untereinander und mit der KiTa austauschen können – ohne Sorge um den Datenschutz oder wohin Bilder und Informationen über unsere Familien und besonders über unsere Kinder gelangen könnten“, heißt es in der Erklärung des Gründers der „Stramplerbande“, Sebastian Kopp.

Berufsbedingt seien Eltern häufig in Zeitnot, sodass die Informationen vom schwarzen Brett übersehen werden oder wieder in Vergessenheit gelangen. Die „Stramplerbande“ bündle alle Informationen rund um den Kita-Alltag in einer Plattform – rund um die Uhr verfügbar, von jedem Endgerät abrufbar.

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Inhalte werden übersetzt

Ziel sei in kurzer Zeit die Erziehungsberechtigten zu 100 Prozent zu erreichen, schilderte Aßmuth. Die „Stramplerbande“ laufe per App über jedes Smartphone oder Tablet  – auch für ausländische Eltern und Kinder, denn alle Inhalte des Netzwerks können in 30 Sprachen übersetzt werden. 

Aus digitalen sozialen Gemeinschaften sollen auch analoge und persönliche Beziehungen entstehen, gestärkt und digital unterstützt werden, schildert der Gründer des Netzwerks.

„Wir glauben, dass die Digitalisierung uns nicht voneinander entfernt, sondern viele Möglichkeiten bietet, uns enger in einer Gemeinschaft zusammenzubringen“, schreibt Kopp.

Ergänzung zum persönlichen Kontakt

Wichtig sei ihm, dass die Stramplerbande als ergänzendes Medium zum persönlichen Kontakt mit den Erziehern wahrgenommen wird – keinesfalls als Ersatz, gemäß dem Grundsatz: „Aus digitalen Gemeinschaften eine analoge Gesellschaft des Miteinanders zu formen.“

Noch ist das soziale Netzwerk beim Kindergarten ganz frisch – der erste Eindruck sei aber sehr positiv, teilte Aßmuth mit. Zumal zunächst keine Kosten anfallen. Aufgrund der Corona-Krise stellt die „Stramplerbande“ die App für alle Kindertageseinrichtungen und Schulen vier Monate kostenlos zur Verfügung.

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