Oberwolfach

»Neue Heimat Wolftal«: Infoabend mit Raum für Begegnungen

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09. November 2018
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Bürgermeister Matthias Bauernfeind hofft auf viele Interessenten beim Austausch in der Schul-Aula. ©Tobias Lupfer

»Neue Heimat Wolftal« ist der Infoabend betitelt, mit dem Gemeinde, Landratsamt und Diakonie am Dienstag, 13. November, in der Schul-Aula Flüchtlingen und alteingesessenen Oberwolfachern Gelegenheit zur Begegnung und zum gegenseitigen Kennenlernen bieten wollen.

»Wir wollen in Kontakt kommen mit den Leuten«, erklärt Matthias Bauernfeind den Gedanken hinter dem Infoabend »Neue Heimat Wolftal«. Am Donnerstag stellte er das Konzept vor, was die neuen und alten Oberwolfacher am Dienstag ab 19 Uhr in der Wolftalschule erwartet.

Neue Unterkünfte fast fertig

Gemeinsam mit dem Landratsamt und der Diakonie lädt die Gemeinde in die Aula ein. Denn: Die Teilnehmer sollen ein möglichst breites Informationsangebot erhalten. Zuallererst direkt von der Gemeinde: »Wir werden über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation berichten«, erklärt Bauernfeind. Die Arbeiten an den neuen Unterkünften seien bald abgeschlossen: Im Gebäude Grünach 7 seien die Handwerker demnächst fertig, und auch im Haus Im Wolfswinkel liege das Bauhof-Team in den letzten Zügen der Arbeiten. Bei Maximalbelegung könnten in den zwei Gebäuden insgesamt bis zu zwölf Personen untergebracht werden. »Wir haben in beiden Einrichtungen noch Ausbau-Reserven«, versichert Bauernfeind. Die Verwaltung wolle dem Rat vorschlagen, diese nach und nach auch umzusetzen mit Blick auf den sozialen Wohnungsbau, unabhängig von der unmittelbaren Flüchtlingsunterbringung.

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Mit den beiden neuen Unterkünften sowie den bestehenden im alten Schulhaus am Burgfelsen sowie in der Schulstraße wird die Gemeinde bald vier kommunale Gebäude zur Anschlussunterbringung von Geflüchteten haben. 23 Flüchtlinge leben derzeit schon in Oberwolfach. 15 weitere sollen nach dem aktuellen Stand noch kommen, resümiert Bauernfeind. »Wenn alle kommen, die auf dem Papier stehen.« Rechnerisch sei der Bedarf an Unterkünften gedeckt, beteuert Bauernfeind. Vermieter, die freie Wohnungen bisher womöglich zurückgehalten hätten, beruhigt der Bürgermeister: »Wir haben genug Plätze – die sollen die Wohnungen gern vermieten.« Bedarf an Wohnungen gebe es in Oberwolfach nicht nur für Flüchtlinge. Auch Firmen seien bei der Suche nach neuen Fachkräften auf freie Wohnungen am Markt angewiesen.

Flüchtlinge sprechen über ihre Flucht

Der Großteil der in Oberwolfach lebenden Flüchtlinge arbeite bereits oder absolviere einen Sprachkurs, resümiert Bauernfeind. Sie stammten aus vielen Ländern: »Eine große Vielfalt.« Am Dienstag soll es um die Gründe für ihre Flucht und die Wege, auf denen sie nach Deutschland gekommen sind, gehen. Und auch aus der Sicht eines Arbeitgebers werde es Infos geben, welche Erfahrungen dieser mit Flüchtlingen im Betrieb gesammelt hat.

Landratsamt und Diakonie werden über ihre Arbeit und Angebote berichten. Im Anschluss soll es bei Getränken in lockerer Atmosphäre Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Der direkte Austausch steht im Fokus des Abends. Auch wenn es anfangs einzelne kritische E-Mails gegeben habe, ist Bauernfeind überzeugt: »Die Oberwolfacher sind da recht offen.«

Stichwort

Helferkreis

Drei ehrenamtliche Helfer teilten sich derzeit die Arbeit im Helferkreis. Auch Sandra Müller packe noch mit an, freut sich Bürgermeister Matthias Bauernfeind.

Weitere Unterstützung ist jederzeit willkommen. »Es geht um kleine alltägliche Dinge«, betont Bauernfeind. Mal jemanden mitnehmen zum Einkaufen, einmal alle paar Monate eine Fahrt zum Markt – das würde schon genügen. Niemand müsse befürchten, mit Arbeit überschüttet zu werden. 

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