Verein der Briefmarkensammler Hausach

Neue Wege der Nachwuchswerbung für "zackiges Hobby"

Autor: 
Christiane Agüera Oliver
Lesezeit 3 Minuten
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25. November 2017

Josef Schmid, Vorsitzender der Hausacher Briefmarkensammler, begeistert Jugendliche in einer AG der Graf-Heinrich-Schule für das interessante Hobby. ©Christiane Agüera Oliver

Briefmarkensammeln ist kein antiquiertes oder verstaubtes Hobby. Mit einer Briefmarken-AG in dr Graf-Heinrich-Schule wirbt der Vorsitzende des Vereins für Briefmarkensammler Josef Schmid um Nachwuchs. 

Mit Feuereifer inspizieren zwei Mädchen und fünf Buben Briefmarken mit der Lupe und ordnen sie behutsam in ihr »Behelfsalbum«. »Daheim werden sie dann ins richtige Album einsortiert«, berichtet Sarah Garcia de Andrés. Das wird natürlich nicht in die Schule mitgenommen. Ihre Pinzette haben die meisten aber immer dabei. Josef Schmid, Vorsitzender vom Verein der Briefmarkensammler, ging mit dieser Briefmarken-AG in die Offensive mit der Nachwuchswerbung. Der Verein hat gerade noch 14 Mitglieder mit hohem Altersdurchschnit. Bei Rektorin Simone Giesler sei er mit seinem Anliegen gleich auf offene Ohren gestoßen. 

Nicht Lehrer, sondern Vermittler

Was im vergangenen zweiten Schulhalbjahr begann, trägt sichtliche Früchte. Von Beginn an sind Lars Baumann, Christof Welle und Marc Herrmann dabei. Sie rührten so die Werbetrommel, dass weitere Klassenkameraden dazu stießen und die AG – alle zwei Wochen – auch im neuen Schuljahr fortgesetzt wurde.
»Wir haben ein ganz lockeres Verhältnis«, bestätigt der AG-Leiter, den die Siebtklässler alle beim Vornamen nennen. Er sieht sich nicht als Lehrer, sondern als Vermittler. Immer wieder gibt es von ihm Anmerkungen zu den einzelnen Marken. So ist die Fußball-Briefmarke von 1974 eine ganz besondere. »Was sind wir da geworden?«, fragte Schmid nebenbei in die Runde. Ganz klar: »Fußball-Weltmeister«. 

Richtige Kunstwerke sind die Sammelobjekte. Entsprechend werden sie von den Schülern begutachtet und einsortiert. Die Themen und Motive sind vielfältig, Kunst, bedeutende Frauen, Pflanzen und immer wieder geschichtliche Ereignisse. Die Postwertzeichen aus den Jahren 1973 bis 1975 gab es diesmal, alle aus dem Fundus privater Sammler. 

Froh über Spenden

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Überhaupt ist Josef Schmid um jede Briefmarkenspende froh. »Das Schulsekretariat sammelt schon Briefmarken für uns«, berichtete er und hofft, dass auch Firmen ihre Marken sammeln und der AG zur Verfügung stellen. 20 bis 30 Marken erscheinen pro Jahr, je zehn bis fünfzehn etwa hat er für die Schüler immer dabei. »Seit 1969 stehen die Jahreszahlen auf den Briefmarken«, informiert Schmid nebenbei. 

Die ungestempelten würden ihren Wert nicht verlieren, noch heute könne man mit D-Mark-Briefmarken frankieren. Die Sammlung der Schüler beginnt im Jahr 1965 und auf deren Wunsch auch erstmal nur die aus der Bundesrepublik Deutschland. »Wichtig ist, dass alle Zacken dran sind«, warf Sarah Garcia de Andrés ein, während Marc Herrmann die Briefmarken genauestens unter die Lupe nimmt.

»Stück um Stück will ich den Umgang mit den Briefmarken vertraut machen«, berichtete Josef Schmid und lässt Theorie in die Praxis einfließen. Wichtig sei es, dass die Schüler erst einmal eine kleine Sammlung zusammenbekommen und die mit ihren eigenen gesammelten Briefmarken ergänzen. Dabei hilft der aktuelle Nachschlagekatalog »Michel«, den er den Schülern schenkte, gespendet vom Schwaneberger-Verlag. Aber auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift »Postfrisch« von der Deutschen Philatelie in Weiden bekam Josef Schmid kostenlos für die Schüler zur Verfügung gestellt, die interessiert darin blätterten. 

Gäste bei Tauschabenden willkommen

Auch bei den Tausch- und Infoabenden sind Gäste stets willkommen. Der nächste findet am Dienstag, 28. November um 19 Uhr im Gasthaus »Ratskeller« statt. Die Mitglieder sind bereit, auch Sammlungen von Nichtmitgliedern kostenlos zu bewerten und Adressen von Händlern und Aktionshäusern zu vermitteln, betont Josef Schmid. 
 

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